Gehalt: Anästhesist, Anästhesistin

So viel verdienen Fachärzte für Anästhesiologie

Wie viel verdient ein Anästhesist? Wie viel verdient eine Anästhesistin? Das hängt unter anderem von der Berufserfahrung, dem Arbeitgeber und dem genauen Tätigkeitsfeld ab. In der Regel verdient ein ausgebildeter Narkosearzt direkt nach der Ausbildung pro Jahr 74.000 Euro oder mehr. 

Das Gehalt eines Facharztes für Anästhesiologie

Ärztinnen und Ärzte gehören zu den Topverdienern in Deutschland, das gilt auch für Anästhesistinnen und Anästhesisten. Werden die Narkoseärzte nach Tarif bezahlt, dann verdienen sie während ihrer Weiterbildung zum Facharzt für Anästhesiologie monatlich 4.939 Euro an einer Uniklinik. An einem kommunalen Krankenhaus verdienen Anästhesiten monatlich 4.695 Euro.

Als Facharzt für Anästhesie verdient man pro Monat mindestens 6.518 Euro an einer Uniklinik und mindestens 6.196 Euro an einem kommunalen Krankenhaus. Damit beläuft sich das Jahresgehalt eines fertig ausgebildeten Anästhesisten auf rund 74.000 bis 78.000 Euro (laut Tarifvertrag).

Mit jeder Stufe steigt das Gehalt

Wer an einer Universitätsklinik als Anästhesist arbeitet, dessen Gehalt richtet sich nach verschiedenen Entgeltstufen: Für Assistenzärzte und Fachärzte existieren jeweils 6 Stufen, deren Zuordnung sich maßgeblich an der Anstellungsdauer orientiert. Für die Entgeltgruppen Ä3 und Ä4, also für Oberärzte und leitende Oberärzte, gibt es jeweils 3 Stufen. Ein Berufseinsteiger in der Anästhesie, also ein Assistenzarzt im ersten Jahr, verdient wie oben beschrieben monatlich rund 4.700 Euro.

Mit abgeschlossener Facharztausbildung liegt der monatliche Verdienst zwischen rund 6.200 Euro in der Stufe 1 und 7.958 Euro in der Stufe 6. Oberärzte und Chefärzte kommen in der Regel auf 6-stellige Bruttojahresgehälter und werden häufig auch außertariflich entlohnt.

Abgesehen vom Tarifvertrag haben noch andere Faktoren Einfluss auf das Gehalt von Narkoseärzten, zum Beispiel die Art der Einrichtung, in der der Anästhesist arbeitet, die Region sowie die eigene Berufserfahrung. 

Auf Sozialleistungen und Fortbildungskosten achten

Bei der Wahl der Anstellung bzw. des Arbeitgebers sollten Anästhesisten und Anästhesistinnen nicht nur auf das monatliche Gehalt schauen. So können sich zum Beispiel Zahlungen des Arbeitgebers in eine Zusatzversorgungskasse auf lange Sicht durchaus auszahlen.

Auch muss ein approbierter Mediziner regelmäßig Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen besuchen, um auf dem aktuellen Stand der medizinischen Kenntnislage zu bleiben und seine Approbation zu behalten. Übernimmt der Arbeitgeber die diesbezüglichen Kosten und erkennt die mit der Fort- und Weiterbildung verbundene Dauer als Arbeitszeit an, können das Faktoren sein, die sich indirekt sowohl finanziell als auch hinsichtlich der zu leisteten Arbeitszeit positiv auswirken können.

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