Gehaltsreport 2023

Was verdient eine Ärztin oder ein Arzt in Deutschland?

Junge Ärztin lächelt in die Kamera
doctari Redaktion | 3.1.2023 | Lesedauer: 4 Minuten

Der Gehaltsreport Medizin zeigt: Beim Gehalt von Ärztinnen und Ärzten sind Fachrichtungen, Titel und Region entscheidend.

Welcher Arzt verdient am meisten?

Sie gehören zu den Spitzenverdienern in Deutschland, so viel ist klar. Doch was genau verdient ein Arzt oder eine Ärztin genau? Wie viel Geld landet jeden Monat auf dem Konto? Auf diese Fragen liefert der „Gehaltsreport Medizin" Antworten.

Der Report basiert auf der Befragung von mehr als 1.900 klinisch tätigen Ärztinnen und Ärzten. An der Studie nahmen MedizinerInnen unterschiedlicher Fachrichtungen und Positionen teil. Dabei zeigte sich, dass Fachärztinnen und Fachärzte der Anästhesiologie im Laufe ihrer Karriere die größten Sprünge beim Thema Gehalt machen. Sie starten mit einem vergleichsweise niedrigen Einstiegsgehalt von 65.760 Euro als Assistenzarzt, Assistenzärztin und erreichen als Chefarzt oder Chefärztin ein Gehalt von rund 120.000 Euro.

Regionale Unterschiede beim Arzt-Gehalt in Deutschland

Der Lohn eines Arztes oder einer Ärztin variiert aber auch je nach Region, wie ein Vergleich zwischen Ost, West, Süd und Nord zeigt. Bei gleicher Tätigkeit erhalten Ärztinnen und Ärzte aller Fachrichtungen im Osten Deutschlands weniger Geld als ihre KollegInnen in anderen Teilen Deutschlands.

Besonders groß ist der Unterschied bei den Arzt-Gehältern zwischen dem Norden und dem Westen. Im Norden Deutschlands verdienen Ärzte und Ärztinnen im Mittel 78.200 Euro im Jahr, im Westen sind es 87.666 Euro, während MedizinerInnen im Osten 79.200 Euro und im Süden 87.000 Euro verdienen.

Mit der Zeit steigt das Gehalt von Ärzten in Deutschland deutlich

Das mittlere Gehalt eines Arztes in Deutschland liegt aktuell bei 84.000 Euro pro Jahr. Die Spanne der Arzt-Gehälter ist laut dem Gehaltsreport jedoch sehr groß. Wie viel Geld ein Arzt oder eine Ärztin am Ende des Monats aufs Konto erhält, hängt von Faktoren ab wie vom Titel, der Fachrichtung oder dem Wohnort. Über alle Bereiche gleich ist jedoch eines: Die Kurve beim Thema Arzt-Gehalt geht steil nach oben. Nach 10 Jahren Berufserfahrung verdienen Ärzte und Ärztinnen in Deutschland im Mittel 25.000 Euro mehr als zu Beginn ihrer Karriere.

"Arztgehälter hängen nicht nur von der Berufserfahrung ab, sondern auch von zusätzlich erworbenen Kenntnissen, sozialen Kompetenzen und der Verantwortung."

Prof. Dr. Cai-Nicolas Ziegler, CEO doctari

Je mehr Erfahrung, desto größer die Gehaltssprünge

Wer als Ärztin oder Arzt bei einem öffentlichen Krankenhaus oder bei einer Universitätsklinik angestellt ist, wird häufig nach einem Tarifvertrag bezahlt. Die bekanntesten Tarifverträge sind der TV Ärzte/VKA für kommunale Krankenhäuser sowie der TV Ärzte TdL für Uni-Kliniken. Daneben gibt es zahlreiche weitere Verträge, so dass Arzt-Gehälter je nach Träger, Art des Krankenhauses und Region varieren. Aus diesem Grund hat der Gehaltsreport mehr als 1.900 Ärztinnen und Ärzte nach ihrem aktuellen Gehalt befragt.

Eines der erstaunlichsten Ergebnisse der Gehaltsstudie: Wie in jedem anderen Beruf steigt bei MedizinerInnen das Gehalt im Laufe der Zeit an. Bei Ärztinnen und Ärzten werden die Sprünge jedoch immer größer. Nach 10 Jahren liegt das Gehalt bereits bei über 100.000 Euro, während das Einstiegsgehalt bei etwa 78.000 Euro liegt. Zum Vergleich: Laut dem TV VKA liegt das Einstiegsgehalt bei unter 60.000 Euro und das höchste Gehalt bei 120.000 Euro.

Der Facharzttitel bringt 30 Prozent mehr Gehalt

Nach erfolgreich abgeschlossenem Medizinstudium inklusive erhaltener Approbation hört das Lernen für Ärzte und Ärztinnen noch lange nicht auf. Die meisten frisch gebackenen MedizinerInnen entscheiden sich dafür, die Weiterbildung zum Facharzt oder zur Fachärztin zu absolvieren. Diese dauert in der Regel etwa fünf bis sechs Jahre.

Eine lange Zeit, in der die ÄrztInnen viel Erfahrung sammeln und sich spezialisieren. Im Anschluss erhalten sie nicht nur einen neuen Titel, sondern auch deutlich mehr Gehalt: Laut unserer Studie steigt das Arzt-Gehalt mit dem Facharzttitel um bis zu 30 Prozent.

Mehr Gehalt dank Zeitarbeit

Als Vertretungsarzt oder Vertretungsärztin können Sie deutlich mehr als festangestellte KollegInnen verdienen. Wer bei doctari in der Arbeitnehmerüberlassung als Leiharzt oder Leihärztin tätig ist, kann bis zu 120 Euro pro Stunde verdienen. Das entspricht bei einer 40-Stunden-Woche einem Gehalt von 4.800 Euro pro Woche und rund 20.000 Euro brutto pro Monat. Darüber hinaus können Sie in der Zeitarbeit selbst bestimmen, wann und wie viel Sie arbeiten. Das steigert die Work-Life-Balance und reduziert das Risiko für einen Burnout. Interessiert? Bei doctari, der Nr. 1 für Zeitarbeit in der Medizin, sind Sie an der richtigen Adresse.

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Über den Gehaltsreport 2023

Zeitraum der Datenerhebung: Oktober 2020 – Oktober 2022
Die Daten wurden über das Online-Tool „Gehaltscheck“ von Gehaltsreporter erhoben. Dieses wurde auf doctari.de eingebunden, wo auch die Datenerhebung stattfand. Nach Eingabe ihrer Berufs- und Gehaltsdaten konnten TeilnehmerInnen ihre Angaben direkt mit denen anderer Personen mit gleicher Berufserfahrung und Position vergleichen. Die Ergebnisse der vorliegenden Studie wurden von Gehaltsreporter mittels Vergleich mit weiteren Branchendaten validiert.

Stichprobenumfang:
Unbereinigt: 2.558 ÄrztInnen, 4.367 Pflegekräfte. Bereinigt: 1.923 ÄrztInnen, 2.672 Pflegekräfte.
Bei der Auswertung wurden nur die Gehälter von ArbeitnehmerInnen in Vollzeit (≥ 37 Stunden) berücksichtigt.

Titelbild: iStock.com/FatCamera

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doctari Redaktion

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