Einstiegsgehalt als Oberarzt
Oberärzte und Oberärztinnen übernehmen in Kliniken Leitungs- und Führungsaufgaben einzelner Stationen. Sie tragen die Verantwortung für die Ausbildung der Assistenzärzte und -ärztinnen und haben die fachliche Aufsicht über Fachärzte. Da der Oberarzt in der Hierarchie über dem Facharzt steht, bedeutet ein Wechsel in eine Oberarztposition, dass der Mediziner oder die Medizinerin automatisch in eine andere Tarifstufe aufsteigt und mehr Geld verdient.
Das Einstiegsgehalt eines Oberarztes oder einer Oberärztin richtet sich meist nach den geltenden Tarifverträgen für Ärztinnen und Ärzte. Die beiden gängigsten Tarifverträge sind einerseits der TV-Ärzte VKA und andererseits der TV-Ärzte TdL (siehe weiter unten). Im ersten Jahr verdient ein Oberarzt entsprechend monatlich 9.459,56 Euro (TV-Ärzte VKA, kommunale Kliniken) bzw. 9.576,69 Euro (TV-Ärzte TdL, Uniklinik) brutto (Stand: 2026).
Das Gehalt des Oberarztes steigt automatisch stufenweise an. Nach sieben Jahren als Oberarzt oder Oberärztin erhalten Sie an Unikliniken beispielsweise ein Bruttomonatseinkommen von 10.944,77 Euro. Ihr Gehalt ergibt sich bei einer Position in Festanstellung immer aus dem jeweils geltenden Tarifvertrag.
Das Gehalt eines Oberarztes, einer Oberärztin hat bei einer Bezahlung nach Tarifvertrag nichts mit der gewählten Fachrichtung zu tun. Hier wird lediglich nach der Hierarchiestufe und der Berufserfahrung unterschieden. Das heißt, ein Oberarzt der Anästhesie verdient im Tarifvertrag genauso viel wie eine Oberärztin der Gynäkologie oder eine Internistin oder eine Kinderärztin.
Wie Sie als Oberarzt und Oberärztin mehr Gehalt verdienen können, erfahren Sie weiter unten. Wenn Sie eine (neue) Stelle als Oberarzt suchen, die ideal zu Ihren privaten und beruflichen Zielen & Wünschen passt, nutzen Sie unsere kostenlose Karriereplattform.
Oberarzt Gehalt – Tarifverträge
TV-Ärzte/TdL – Tarifvertrag für Unikliniken
Im Tarifvertrag TdL bekommen Sie ein Einstiegsgehalt von 9.576,69 Euro brutto im Monat. Nach sechsjähriger Oberarzttätigkeit (4. Jahr in Stufe 2) verdienen Sie dann 10.139,57 Euro brutto, und ab dem 7. Jahr (Stufe 3) erhalten Sie ein Gehalt von monatlich 10.944,77 Euro brutto, also etwa 131.000 Euro im Jahr. Seit 2026 gibt es zusätzlich eine vierte Stufe ab dem 10. Jahr mit 11.265,33 Euro brutto monatlich.
Tarifvertrag für ÄrztInnen Uniklinik (TV-Ärzte/TdL, gültig 2025–2026)
Entgeltgruppe | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Stufe 4 | Stufe 5 | Stufe 6 |
|---|---|---|---|---|---|---|
Ä1 Assistenzarzt | 5.792,90 € | 6.121,26 € | 6.355,79 € | 6.762,34 € | 7.247,00 € | 7.436,05 € |
Ä2 Facharzt | 7.645,72 € | 8.286,77 € | 8.849,64 € | 9.165,95 € | 9.338,38 € | 9.576,69 € |
Ä3 Oberarzt | 9.576,69 € | 9.849,02 € | 10.944,77 € | 11.265,33 € | ||
Ä 4 Leitender Oberarzt | 11.265,33 € | 12.070,52 € | 12.711,58 € |
TV-Ärzte VKA – Tarifvertrag für kommunale Krankenhäuser
Ihr Einstiegsgehalt als Oberarzt beträgt hier 9.459,56 Euro brutto im Monat. Nach dem Absolvieren von weiteren drei Jahren als Oberarzt steigt Ihre Gehaltsklasse in Stufe 2, in der Sie 10.015,53 Euro brutto verdienen. Ab dem 7. Jahr als Oberarzt oder Oberärztin verdienen Sie 10.810,95 Euro brutto monatlich, also etwa 130.000 Euro im Jahr.
Tarifvertrag für Oberärzte an kommunalen Krankenhäusern
Entgeltgruppe | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 |
|---|---|---|---|
Assistenzarzt | 5.722,05 € | 6.046,42 € | 6.278,07 € |
Facharzt | 7.552,19 € | 8.185,40 € | 8.741,40 € |
Oberarzt | 9.459,56 € | 10.015,53 € | 10.810,95 € |
Leitender Oberarzt | 11.127,50 € | 11.922,95 € |
Oberarzt Gehalt in privaten Kliniken
Private Kliniken haben ihre eigenen Tarifverträge, die sich jedoch an den Gehältern der öffentlichen Krankenhäuser orientieren.
TV-Ärzte RKA
Entgeltgruppe | 1. Jahr | 4. Jahr | 7. Jahr |
|---|---|---|---|
Oberarzt / Oberärztin | 8.921 Euro | 9.405 Euro | 9.889 Euro |
TV-Ärzte Sana
Entgeltgruppe | 1. Jahr | 4. Jahr | 7. Jahr |
|---|---|---|---|
Oberarzt / Oberärztin | 8.867 Euro | 9.443 Euro | 10.191 Euro |
TV-Ärzte Asklepios
Entgeltgruppe | 1. Jahr | 4. Jahr | 7. Jahr |
|---|---|---|---|
Oberarzt / Oberärztin | 8.970 Euro | 9.480 Euro | 9.950 Euro |
Hinweis: Tarifsituation und Vergütungspraxis verändern sich regelmäßig und sind stark vom Einzelfall abhängig. Weiterführende Informationen zum Einkommen bieten statistische Dienste wie statista oder destatis, Berufs- oder Fachverbände oder Entgelttabellen für die einzelnen Tarifverträge.
Wieviel verdient ein leitender Oberarzt?
Nach TV-Ärzte TdL bekommt ein leitender Oberarzt als Einstiegsgehalt 11.265,33 Euro brutto. Nach drei Jahren steigt das Gehalt auf 12.070,52 Euro brutto im Monat. Nach sechsjähriger Tätigkeit als leitender Oberarzt erhalten Sie ein Gehalt von monatlich 12.711,58 Euro brutto, also etwa 152.500 Euro im Jahr. Im TV-Ärzte VKA liegt das Einstiegsgehalt eines leitenden Oberarztes bei 11.127,50 Euro brutto im Monat und nach drei Jahren bei 11.922,95 Euro. Das entspricht einem Jahresgehalt von rund 143.000 Euro.
Regionale Unterschiede beim Oberarzt-Gehalt
Neben der Berufserfahrung und dem Träger der Klinik oder des Krankenhauses gibt es noch weitere Faktoren, die das Einkommen eines Oberarztes beeinflussen können, wie etwa die Region. So verdient ein Oberarzt in Bayern anders als einer in NRW.
Mit doctari können Sie als Oberarzt mehr verdienen als in einer Festanstellung – und das bei verlässlichen Dienstplänen und einer besseren Work-Life-Balance. Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur 2 Minuten.
Welcher Oberarzt verdient am meisten?
Durch die Tarifverträge TV-Ärzte TdL (Tarifvertrag für Ärzte an Unikliniken) und TV-Ärzte VKA (Tarifvertrag für kommunale Krankenhäuser) ist das Gehalt an kommunalen Krankenhäusern und Unikliniken gedeckelt und für alle Oberärzte und Oberärztinnen gleich. Sie bekommen das selbe Gehalt wie ein Kollege eines anderen Fachbereichs, der in gleicher Position tätig ist.
Mehr verdienen als Honorararzt
Mit einem im Schnitt um 30 Prozent höheren Gehalt können Sie als Honorararzt oder Honorarärztin rechnen. Hier sind Sie nicht an die geltenden Tarife gebunden und können entsprechend Ihres Fachgebiets und Ihrer bevorzugten Einsatzarzt die idealen Stellen mit Ihrem Wunschgehalt wählen. Gerne berät Sie unser Team aus medizinischen Experten zu Ihren individuellen Wünschen. Wir ermitteln dann die ideale Stelle für Sie und Ihre Bedürfnisse und füllen Ihren Kalender mit passenden Einsätzen.
Wie verdiene ich als Oberarzt mehr Geld?
Gehaltsunterschied als Oberarzt in Festanstellung vs. Honorararzt
Neben einer Festanstellung in der Klinik haben Sie als Oberarzt oder Oberärztin außerdem die Möglichkeit, als Honorararzt bzw. Vertretungsarzt zu arbeiten. Vertretungsarztstellen ermöglichen Ihnen, Ihre Freizeit unabhängig zu gestalten und Ihr eigenes Wohlbefinden mit geregelten Arbeitszeiten und flexiblen Arbeitseinsätzen zu steigern sowie ein höheres Gehalt zu verdienen. Denn Sie allein entscheiden wann, wo und wieviel Sie arbeiten möchten.
Als Vertretungsarzt in einer Oberarztposition sind Sie generell an keine Tarifverträge gebunden. Ähnlich der Tätigkeit als Chefarzt wird der Stundenlohn individuell zwischen Ihnen und der Klinik ausgehandelt, daher sind höhere Gehälter als in Festanstellung möglich. Außerdem haben Sie eine bessere Work-Life-Balance, da stündlich abgerechnet wird und Sie so geregelte Arbeitszeiten haben. Alleine deswegen wechseln immer mehr Ärztinnen und Ärzte in die Zeitarbeit.
Der Stundenlohn in Vertretungseinsätzen kann auf bis zu 120 Euro pro Stunde steigen. Bei einer geregelten 40-Stunden-Woche verdienen Sie damit deutlich mehr als ein Leitender Oberarzt mit 7+ Jahren Berufserfahrung an einer Uniklinik.
Gerne unterstützen Sie die KarriereberaterInnen von doctari dabei, Vertretungsarzt oder- ärztin zu werden, um sowohl Ihr Gehalt als auch Ihr Wohlbefinden als Oberarzt zu verbessern. Zudem unterstützen wir Sie rundum auf Ihrem Weg als Vertretungsarzt.
Die ideale Oberarztstelle mit doctari finden
Ob es nun eine ideal zu Ihren Bedürfnissen passende Position in Festanstellung auf Ihrem Weg als Oberarzt sein soll oder eine Stelle als Vertretungsarzt, die Ihr Wohlbefinden als Arzt verbessert und Ihren Gehaltsvorstellungen entspricht: doctari ist in beiden Fällen Ihr Ansprechpartner auf Augenhöhe - und nicht ohne Grund die Nr. 1 für Zeitarbeit in der Medizin! Der Branchenprimus im Bereich der Vermittlung von Ärztinnen und Ärzten berät Sie kostenfrei und kompetent. Die Registrierung dauert nur 2 Minuten.
Ihre Vorteile auf einen Blick:
1. Profil erstellen (ca. 2 Minuten)
2. Wünsche & Ziele klären
3. Wunschstelle erhalten
Weitere Fragen zum Oberarzt-Gehalt
Wie viel verdient ein Oberarzt netto?
Das Netto-Gehalt ist immer individuell. Es hängt von der Steuerklasse, der Krankenkasse, dem Familienstand und Vielem mehr ab. Wir geben ein Beispiel: Ein 40-jähriger Oberarzt, verheiratet mit einem Kind in der Steuerklasse 3, ohne Kirchensteuer verdient in seinem 1. Jahr als Angestellter an einer Uniklinik etwa 6.250 Euro netto im Monat.
Ist Oberarzt oder Chefarzt höher?
Der Chefarzt bildet die Spitze in der ärztlichen Hierarchie und steht somit über dem Oberarzt.
Wie lange dauert es, bis man Oberarzt ist?
Das ist sehr individuell. Nach dem Medizinstudium folgt in der Regel bei einer klassischen Karriere in einer Klinik zunächst die Facharztweiterbildung, die fünf bis sechs Jahre dauert. Danach kann eine Oberarztstelle angestrebt werden.
Wer verdient mehr, Chefarzt oder Oberarzt?
Der Chefarzt verdient deutlich mehr als ein Oberarzt. Während ein Oberarzt zu Beginn etwa 9.000 Euro brutto pro Monat verdient, erhält ein Chefarzt in der Regel etwa 300.000 Euro pro Jahr und somit deutlich mehr.
Hinweis: „Bietet doctari Honorar-Tätigkeit an? Nein. doctari bietet für medizinische Fachkräfte ausschließlich Tätigkeiten in Arbeitnehmerüberlassung, als befristete Anstellung in einer medizinischen Einrichtung oder als Festanstellung in einer medizinischen Einrichtung an. Wir verwenden den Begriff „Honorararzt“ bzw. „Honorarpflegekraft“ ähnlich wie ein Deonym und synonym für ÄrztInnen bzw. Pflegefachkräfte, die in Vertretungsjobs der Zeitarbeit tätig sind (vergleichbar damit, wie der Markenname „Tesa“ als Bezeichnung für alle durchsichtigen Klebestreifen oder Tempo für alle Papiertaschentücher genutzt wird).“
Titelbild: iStock.com/andresr
