Das Gehalt einer Krankenschwester bzw. Pflegefachkraft in Deutschland liegt durchschnittlich bei etwa 4.400 bis 4.600 Euro brutto im Monat. Beim Berufseinstieg verdienen Pflegekräfte meist 3.500 bis 3.700 Euro, mit zunehmender Erfahrung sind 4.500 Euro oder mehr möglich. Das tatsächliche Gehalt hängt von Tarifvertrag, Arbeitgeber und Berufserfahrung ab.
Krankenschwestern und Krankenpfleger haben viel Verantwortung, versorgen hilfsbedürftige Menschen und sind im Schichtdienst tätig. Ihr Job verlangt einen hohen körperlichen Einsatz und die Bereitschaft, am Wochenende oder nachts zu arbeiten. Doch wird dieser Einsatz auch entlohnt? Heißt: Wie viel verdient eine Krankenschwester im Monat?
Einstiegsgehalt als Krankenschwester
Nach der abgeschlossenen Ausbildung werden Krankenschwestern und Krankenpfleger – heute meist als Pflegefachfrau oder Pflegefachmann bezeichnet – in kommunalen Krankenhäusern in der Regel in die Entgeltgruppe P7 des Tarifvertrags TVöD-P eingruppiert. Voraussetzung ist, dass die Einrichtung nach Tarif bezahlt wird. Bei privaten Kliniken, kirchlichen Trägern oder anderen Einrichtungen können abweichende Tarifverträge und Einstufungen gelten.
Im öffentlichen Dienst beginnt das Gehalt einer Pflegefachkraft aktuell bei etwa 3.510 Euro brutto im Monat (Stufe 2, TVöD-P7, gültig ab 01.05.2026 – in P7 gibt es keine Stufe 1). Mit zunehmender Berufserfahrung steigt das Einkommen über mehrere Tarifstufen an. Typische Gehaltsstufen im TVöD-P7:
- Stufe 2 (Berufseinstieg): ca. 3.510 € brutto monatlich
- Stufe 3 (nach 2 Jahren): ca. 3.701 € brutto monatlich
- Stufe 4 (nach 5 Jahren): ca. 3.998 € brutto monatlich
- Stufe 6 (höchste Erfahrungsstufe, nach 14 Jahren): ca. 4.503 € brutto monatlich
Die höchste Tarifstufe erreichen Pflegefachkräfte nach mehreren Jahren Berufserfahrung. Zusätzlich können Zulagen für Schichtarbeit, Nachtarbeit oder besondere Aufgabenbereiche das Einkommen weiter erhöhen.
Krankenschwester Gehalt: So viel verdienen sie laut Tarifvertrag Pflege
Gehaltsstufe | Gehalt |
|---|---|
Stufe 2 | ca. 3.630 Euro |
Stufe 3 | ca. 3.890 Euro |
Stufe 4 | ca. 4.070 Euro |
Stufe 5 | ca. 4.210 Euro |
Stufe 6 | 4.350 Euro |
Regionale Unterschiede: Wo gibt es das höchste Krankenschwester-Gehalt?
Das Gehalt von Krankenschwestern und Krankenpflegern – heute meist als Pflegefachkräfte bezeichnet – hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu zählen unter anderem Art der Einrichtung, Berufserfahrung, Alter sowie die Region, in der gearbeitet wird. Ein Blick in den Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit zeigt deutliche regionale Unterschiede beim Pflege-Gehalt.
Demnach liegt Baden-Württemberg im bundesweiten Vergleich vorne. Hier verdienen Pflegefachkräfte im Median rund 4.784 Euro brutto im Monat. Am unteren Ende des Vergleichs liegt Sachsen. Dort beträgt das mittlere monatliche Gehalt etwa 4.290 Euro brutto. Damit verdienen Pflegekräfte dort rund 494 Euro weniger als ihre Kolleginnen und Kollegen in Baden-Württemberg. Zu den Bundesländern mit besonders hohen Pflegegehältern zählen außerdem:
- Saarland: etwa 4.768 Euro brutto monatlich
- Bremen: etwa 4.708 Euro brutto monatlich
- Hessen: etwa 4.667 Euro brutto monatlich
- Bayern: etwa 4.632 Euro brutto monatlich
Im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen liegt das mittlere monatliche Gehalt für Pflegefachkräfte bei etwa 4.600 Euro brutto.
Die Zahlen basieren auf Medianwerten. Das bedeutet: Die Hälfte der Pflegekräfte verdient mehr, die andere Hälfte weniger.
Die Deutschlandkarte zeigt das Gehalt im jeweiligen Bundesland sowie die drei Städte mit dem höchsten Krankenschwester-Gehalt (Stand 2025).
Quelle: Entgeltatlas Bundesagentur für Arbeit
Gehalt Krankenschwester nach Bundesland
Bundesland | Krankenschwester Gehalt (Median) |
|---|---|
Baden-Württemberg | 4.784 Euro |
Bayern | 4.632 Euro |
Berlin | 4.655 Euro |
Brandenburg | 4.362 Euro |
Bremen | 4.708 Euro |
Hamburg | 4.615 Euro |
Hessen | 4.667 Euro |
Mecklenburg-Vorpommern | 4.318 Euro |
Niedersachsen | 4.534 Euro |
Nordrhein-Westfalen | 4.600 Euro |
Rheinland-Pfalz | 4.599 Euro |
Saarland | 4.768 Euro |
Sachsen | 4.290 Euro |
Sachsen-Anhalt | 4.347 Euro |
Schleswig-Holstein | 4.577 Euro |
Thüringen | 4.380 Euro |
Mit der Berufserfahrung steigt der Lohn
Das Gehalt von Krankenschwestern und Krankenpflegern – heute meist als Pflegefachkräfte bezeichnet – hängt von verschiedenen Faktoren ab. Neben dem Arbeitsort und der Art der Einrichtung spielt vor allem die Berufserfahrung eine entscheidende Rolle.
Zu Beginn der Karriere verdienen Pflegefachkräfte mit wenig Berufserfahrung durchschnittlich etwa 3.700 Euro brutto monatlich. Mit zunehmender Berufserfahrung steigt das Einkommen deutlich: Pflegefachkräfte mit vielen Jahren im Beruf erreichen im Median häufig über 4.700 Euro brutto pro Monat. Diese Entwicklung zeigt, dass sich Erfahrung, zusätzliche Qualifikationen und Verantwortung positiv auf das Gehalt in der Pflege auswirken können.
Gehalt: Krankenschwester versus Krankenpfleger: Wer verdient mehr?
Über alle Branchen hinweg verdienen Frauen in Deutschland im Durchschnitt weiterhin weniger als Männer. Laut Statistischem Bundesamt beträgt der Gender Pay Gap derzeit rund 16 Prozent. Auch im Gesundheitswesen lassen sich Unterschiede beobachten. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit liegt das mittlere Gehalt von Pflegefachfrauen im Alter von 25 bis 54 Jahren bei etwa 4.551 Euro brutto im Monat. Männliche Pflegefachkräfte verdienen im Median etwa 4.763 Euro brutto monatlich. Damit liegt ihr durchschnittliches Einkommen rund 212 Euro oder etwa sechs Prozent höher - bei gleicher Arbeit.
(Alle Gehaltsangaben sind Median-Angaben.)
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Wie hoch ist das Gehalt in verschiedenen Gesundheitsberufen?
Berufsbezeichnung | Gehalt |
|---|---|
Krankenschwester / Krankenpfleger | Median ca. 4.587 Euro |
Anästhesietechnische Assistenz (ATA) | Median ca. 4.890 Euro |
Hebamme | Median ca. 4.846 Euro |
Fachpflegekraft Intensivpflege | Median ca. 5.057 Euro |
Operationstechnische Assistenz (OTA) | Median ca. 4.890 Euro |
Krankenschwester-Ausbildung: Gehalt
Um Krankenschwester oder Krankenpfleger zu werden, war bis Ende 2019 eine klassische, dreijährige Ausbildung an einer Fachschule mit praktischen Phasen im Krankenhaus notwendig. Um Krankenschwester oder Krankenpfleger zu werden – heute offiziell Pflegefachfrau oder Pflegefachmann –, absolvieren angehende Pflegekräfte seit 2020 eine generalistische Pflegeausbildung. Diese Ausbildung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann dauert weiterhin drei Jahre und kombiniert theoretischen Unterricht an einer Pflegeschule mit praktischen Einsätzen in verschiedenen Einrichtungen, etwa in:
- Krankenhäusern
- Pflegeheimen
- ambulanten Pflegediensten
- Kinderkliniken
Während der Ausbildung lernen die Auszubildenden zunächst die Grundlagen der Pflege für alle Altersgruppen. Am Ende der Ausbildung erwerben sie den Abschluss Pflegefachfrau bzw. Pflegefachmann. Optional kann im letzten Ausbildungsdrittel eine Spezialisierung in der Altenpflege oder der Kinderkrankenpflege erfolgen.
Perspektiven nach der Ausbildung
Durch Weiterbildungen oder Spezialisierungen, etwa in Intensivpflege, OP-Pflege oder als Stationsleitung, können sich zusätzliche Karriere- und Verdienstmöglichkeiten ergeben.
Während ihrer Ausbildung erhalten Krankenschwestern im ersten Lehrjahr ein Einstiegsgehalt von 1.340,69 Euro pro Monat (laut Tarifvertrag TVöD Pflege). Im zweiten Lehrjahr steigt das Krankenschwester-Gehalt beziehungsweise das Gehalt des Krankenpflegers auf 1.402,07 Euro. Im dritten Ausbildungsjahr verdient eine Krankenschwester 1.503,38 Euro pro Monat.
Überblick Ausbildungsvergütung laut Tarifvertrag (Stand 2026):
- erstes Ausbildungsjahr: 1.490,69 Euro
- zweites Ausbildungsjahr: 1.552,07 Euro
- drittes Ausbildungsjahr: 1.653,38 Euro
Auszubildende, die nicht nach dem Tarifvertrag TVöD Pflege bezahlt werden, erhalten in der Regel einen geringeren Verdienst als Krankenschwestern mit einem Gehalt nach Tarifvertrag. Viele Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen orientieren sich jedoch an den Tarifwerten des öffentlichen Dienstes.
Eine andere Möglichkeit, als Krankenschwester mehr Gehalt zu bekommen, ist der Wechsel in die Arbeitnehmerüberlassung (ANÜ). Bei Vertretungseinsätzen über doctari kann eine erfahrene Fachpflegekraft bis zu 38 Euro pro Stunde verdienen zuzüglich übertarifliche Zuschläge für Wochenenddienste und Nachtschichten. Und das Beste daran: Sie bestimmen, wie viel Sie arbeiten möchten. Melden Sie sich also noch heute bei doctari an!
Wie kann eine Krankenschwester mehr Gehalt bekommen?
In vielen Krankenhäusern wird das Gehalt von Krankenschwestern und Krankenpflegern – heute meist Pflegefachkräfte genannt – durch Tarifverträge geregelt. Im öffentlichen Dienst erfolgt die Vergütung beispielsweise nach dem Tarifvertrag TVöD-Pflege, der feste Entgeltgruppen und Erfahrungsstufen vorsieht. Ein Vorteil dieser Struktur ist, dass das Gehalt mit zunehmender Berufserfahrung automatisch steigt. Gleichzeitig sind individuelle Gehaltsverhandlungen im tarifgebundenen Bereich jedoch nur eingeschränkt möglich.
Trotzdem gibt es mehrere Möglichkeiten, das Einkommen in der Pflege zu erhöhen, wie eine berufliche Weiterbildung zum Beispiel zum Fachkrankenpfleger. Typische Weiterbildungen sind zum Beispiel:
- Anästhesiepflege
- Intensivpflege
- Palliativpflege
- Schmerzmanagement
- Hygienefachkraft
- Nephrologische Pflege
In der Ausbildung verdienen Krankenpfleger und Krankenschwestern das Gleiche.
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Fazit: Krankenschwester Gehalt
Vom Beginn der Ausbildung bis zur langjährigen Berufserfahrung steigt das Gehalt von Krankenschwestern und Krankenpflegern deutlich. Während Auszubildende im ersten Ausbildungsjahr etwa 1.490 Euro im Monat verdienen, erreichen erfahrene Pflegefachkräfte über 4.500 Euro brutto monatlich – je nach Bundesland und Tarifstufe auch deutlich mehr. Wie hoch der tatsächliche Verdienst ausfällt, hängt unter anderem von Bundesland, Arbeitgeber, Berufserfahrung und Spezialisierung ab.
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FAQ: Krankenschwester Gehalt
Wie viel verdient eine Krankenschwester in Deutschland?
Das durchschnittliche Gehalt einer Krankenschwester – heute offiziell Pflegefachfrau oder Pflegefachmann – liegt in Deutschland bei etwa 4.000 Euro brutto im Monat. Berufseinsteiger verdienen in der Regel zwischen 3.100 und 3.450 Euro brutto, erfahrene Pflegefachkräfte können mit zunehmender Berufserfahrung und Spezialisierung auf über 4.400 Euro brutto kommen. Das tatsächliche Gehalt hängt von Tarifvertrag, Arbeitgeber, Bundesland und Berufserfahrung ab.
Wie hoch ist das Einstiegsgehalt einer Krankenschwester nach der Ausbildung?
Nach abgeschlossener Ausbildung werden Pflegefachkräfte in kommunalen Krankenhäusern in der Regel in die Entgeltgruppe P7 des TVöD-Pflege eingruppiert. Das Einstiegsgehalt liegt dort aktuell bei etwa 3.450 Euro brutto im Monat (Stand 2026). Bei kirchlichen Trägern oder privaten Kliniken können abweichende Tarifverträge gelten, die teils höher, teils niedriger ausfallen.
Was verdient eine Krankenschwester in der Ausbildung?
Während der dreijährigen Pflegeausbildung erhalten Auszubildende nach dem Tarifvertrag TVöD Pflege folgende Vergütung:
- Ausbildungsjahr: 1.340,69 Euro brutto monatlich
- Ausbildungsjahr: 1.402,07 Euro brutto monatlich
- Ausbildungsjahr: 1.503,38 Euro brutto monatlich
Auszubildende bei nicht tarifgebundenen Trägern erhalten in der Regel eine geringere Vergütung.
In welchem Bundesland verdient eine Krankenschwester am meisten?
Laut Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit verdienen Pflegefachkräfte in Baden-Württemberg mit einem Mediangehalt von rund 4.520 Euro brutto monatlich am meisten. Ebenfalls überdurchschnittlich sind die Gehälter im Saarland (ca. 4.510 Euro) und in Bremen (ca. 4.460 Euro). Am niedrigsten fällt das mittlere Gehalt in Sachsen mit etwa 4.017 Euro brutto monatlich aus.
Wie kann eine Krankenschwester ihr Gehalt erhöhen?
Es gibt mehrere Möglichkeiten, als Pflegefachkraft mehr zu verdienen:
- Berufserfahrung: Im TVöD-Pflege steigt das Gehalt automatisch mit den geleisteten Berufsjahren über mehrere Tarifstufen.
- Weiterbildung und Spezialisierung: Fachweiterbildungen – etwa in der Intensivpflege, Anästhesiepflege oder als Stationsleitung – eröffnen höhere Entgeltgruppen.
- Zeitarbeit (ANÜ): Pflegefachkräfte, die über doctari als Zeitarbeitnehmerinnen und -nehmer tätig sind, erhalten häufig einen deutlich höheren Stundenlohn als Festangestellte – zuzüglich Zuschlägen für Nacht-, Wochenend- und Feiertagsdienste.
Die Bezeichnung „Schwester“ stammt aus einer Zeit, in der sich vor allem Ordensschwestern und Nonnen um die Pflege von Kranken kümmerten. Die Krankenpflege war lange eng mit kirchlichen Einrichtungen verbunden und wurde häufig aus religiöser Nächstenliebe ausgeübt. Im Laufe des 19. Jahrhunderts entwickelte sich daraus ein professioneller Pflegeberuf, der unter anderem durch die britische Pflegepionierin Florence Nightingale geprägt wurde. Heute ist die Bezeichnung Krankenschwester bzw. Krankenpfleger zwar noch weit verbreitet, jedoch nicht mehr die offizielle Berufsbezeichnung. Bis 2020 hieß der Beruf Gesundheits- und Krankenpfleger bzw. Gesundheits- und Krankenpflegerin (GuKP). Mit dem Pflegeberufegesetz wurde die Ausbildung reformiert. Seitdem lautet die offizielle Berufsbezeichnung Pflegefachfrau bzw. Pflegefachmann. Der Begriff „Krankenschwester“ wird jedoch weiterhin häufig im Alltag und auch in Suchanfragen verwendet – deshalb taucht er auch in diesem Artikel auf.
Hinweis: Tarifsituation und Vergütungspraxis verändern sich regelmäßig und sind stark vom Einzelfall abhängig. Weiterführende Informationen zum Einkommen bieten statistische Dienste wie statista oder destatis, Berufs- oder Fachverbände oder Entgelttabellen für die einzelnen Tarifverträge.
Titelbild: iStock.com/FatCamera
