Das Gehalt einer Krankenschwester bzw. Pflegefachkraft in Deutschland liegt durchschnittlich bei etwa 4.000 Euro brutto im Monat. Beim Berufseinstieg verdienen Pflegekräfte meist 3.100 bis 3.400 Euro, mit zunehmender Erfahrung sind 4.200 Euro oder mehr möglich. Das tatsächliche Gehalt hängt von Tarifvertrag, Arbeitgeber und Berufserfahrung ab.
Krankenschwestern und Krankenpfleger haben viel Verantwortung, versorgen hilfsbedürftige Menschen und sind im Schichtdienst tätig. Ihr Job verlangt einen hohen körperlichen Einsatz und die Bereitschaft, am Wochenende oder nachts zu arbeiten. Doch wird dieser Einsatz auch entlohnt? Heißt: Wie viel verdient eine Krankenschwester im Monat?
Einstiegsgehalt als Krankenschwester
Nach der abgeschlossenen Ausbildung werden Krankenschwestern und Krankenpfleger – heute meist als Pflegefachfrau oder Pflegefachmann bezeichnet – in kommunalen Krankenhäusern in der Regel in die Entgeltgruppe P7 des Tarifvertrags TVöD-P eingruppiert. Voraussetzung ist, dass die Einrichtung nach Tarif bezahlt wird. Bei privaten Kliniken, kirchlichen Trägern oder anderen Einrichtungen können abweichende Tarifverträge und Einstufungen gelten.
Im öffentlichen Dienst beginnt das Gehalt einer Pflegefachkraft aktuell bei etwa 3.450 Euro brutto im Monat (Stand: 2026). Mit zunehmender Berufserfahrung steigt das Einkommen über mehrere Tarifstufen an. Typische Gehaltsstufen im TVöD-P:
- Stufe 1 (Berufseinstieg): ca. 3.450 € brutto monatlich
- Stufe 2 (nach 2 Jahren): ca. 3.630 € brutto monatlich
- Stufe 3 (nach weiteren 3 Jahren): ca. 3.890 € brutto monatlich
- Stufe 6 (höchste Erfahrungsstufe): bis etwa 4.350 € brutto monatlich
Die höchste Tarifstufe erreichen Pflegefachkräfte nach mehreren Jahren Berufserfahrung. Zusätzlich können Zulagen für Schichtarbeit, Nachtarbeit oder besondere Aufgabenbereiche das Einkommen weiter erhöhen.
Krankenschwester Gehalt: So viel verdienen sie laut Tarifvertrag Pflege
Gehaltsstufe | Gehalt |
|---|---|
Stufe 2 | ca. 3.630 Euro |
Stufe 3 | ca. 3.890 Euro |
Stufe 4 | ca. 4.070 Euro |
Stufe 5 | ca. 4.210 Euro |
Stufe 6 | 4.350 Euro |
Die Bezeichnung „Schwester“ stammt aus einer Zeit, in der sich vor allem Ordensschwestern und Nonnen um die Pflege von Kranken kümmerten. Die Krankenpflege war lange eng mit kirchlichen Einrichtungen verbunden und wurde häufig aus religiöser Nächstenliebe ausgeübt.
Im Laufe des 19. Jahrhunderts entwickelte sich daraus ein professioneller Pflegeberuf, der unter anderem durch die britische Pflegepionierin Florence Nightingale geprägt wurde. Heute ist die Bezeichnung Krankenschwester bzw. Krankenpfleger zwar noch weit verbreitet, jedoch nicht mehr die offizielle Berufsbezeichnung.
Bis 2020 hieß der Beruf Gesundheits- und Krankenpfleger bzw. Gesundheits- und Krankenpflegerin (GuKP). Mit dem Pflegeberufegesetz wurde die Ausbildung reformiert. Seitdem lautet die offizielle Berufsbezeichnung Pflegefachfrau bzw. Pflegefachmann.
Der Begriff „Krankenschwester“ wird jedoch weiterhin häufig im Alltag und auch in Suchanfragen verwendet – deshalb taucht er auch in diesem Artikel auf.
Regionale Unterschiede: Wo gibt es das höchste Krankenschwester-Gehalt?
Das Gehalt von Krankenschwestern und Krankenpflegern – heute meist als Pflegefachkräfte bezeichnet – hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu zählen unter anderem Art der Einrichtung, Berufserfahrung, Alter sowie die Region, in der gearbeitet wird.
Ein Blick in den Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit zeigt deutliche regionale Unterschiede beim Pflege-Gehalt. Demnach liegt Baden-Württemberg im bundesweiten Vergleich vorne. Hier verdienen Pflegefachkräfte im Median rund 4.520 Euro brutto im Monat.
Am unteren Ende des Vergleichs liegt Sachsen. Dort beträgt das mittlere monatliche Gehalt etwa 4.017 Euro brutto. Damit verdienen Pflegekräfte dort rund 503 Euro weniger als ihre Kolleginnen und Kollegen in Baden-Württemberg.
Zu den Bundesländern mit besonders hohen Pflegegehältern zählen außerdem:
- Saarland: etwa 4.510 Euro brutto monatlich
- Bremen: etwa 4.460 Euro brutto monatlich
- Hessen: etwa 4.407 Euro brutto monatlich
- Bayern: etwa 4.380 Euro brutto monatlich
Im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen liegt das mittlere monatliche Gehalt für Pflegefachkräfte bei etwa 4.368 Euro brutto.
Die Zahlen basieren auf Medianwerten. Das bedeutet: Die Hälfte der Pflegekräfte verdient mehr, die andere Hälfte weniger.
Die Deutschlandkarte zeigt das Gehalt im jeweiligen Bundesland sowie die drei Städte mit dem höchsten Krankenschwester-Gehalt (Stand 2025).
Quelle: Entgeltatlas Bundesagentur für Arbeit
Gehalt Krankenschwester nach Bundesland
Bundesland | Krankenschwester Gehalt (Median) |
|---|---|
Baden-Württemberg | 4.520 Euro |
Bayern | 4.380 Euro |
Berlin | 4.310 Euro |
Brandenburg | 4.080 Euro |
Bremen | 4.460 Euro |
Hamburg | 4.420 Euro |
Hessen | 4.407 Euro |
Mecklenburg-Vorpommern | 4.060 Euro |
Niedersachsen | 4.250 Euro |
Nordrhein-Westfalen | 4.368 Euro |
Rheinland-Pfalz | 4.260 Euro |
Saarland | 4.510 Euro |
Sachsen | 4.017 Euro |
Sachsen-Anhalt | 4.030 Euro |
Schleswig-Holstein | 4.240 Euro |
Thüringen | 4.050 Euro |
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Mit der Berufserfahrung steigt der Lohn
Das Gehalt von Krankenschwestern und Krankenpflegern – heute meist als Pflegefachkräfte bezeichnet – hängt von verschiedenen Faktoren ab. Neben dem Arbeitsort und der Art der Einrichtung spielt vor allem die Berufserfahrung eine entscheidende Rolle. Laut Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit liegt das mittlere Gehalt von Pflegefachkräften in Deutschland aktuell bei rund 4.000 Euro brutto im Monat (Median).
Zu Beginn der Karriere verdienen Pflegefachkräfte mit wenig Berufserfahrung durchschnittlich etwa 3.500 Euro brutto monatlich. Mit zunehmender Berufserfahrung steigt das Einkommen deutlich: Pflegefachkräfte mit vielen Jahren im Beruf erreichen im Median etwa 4.450 Euro brutto pro Monat. Diese Entwicklung zeigt, dass sich Erfahrung, zusätzliche Qualifikationen und Verantwortung positiv auf das Gehalt in der Pflege auswirken können.
Gehalt: Krankenschwester versus Krankenpfleger: Wer verdient mehr?
Über alle Branchen hinweg verdienen Frauen in Deutschland im Durchschnitt weiterhin weniger als Männer. Laut Statistischem Bundesamt beträgt der Gender Pay Gap derzeit rund 16 Prozent.
Auch im Gesundheitswesen lassen sich Unterschiede beobachten. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit liegt das mittlere Gehalt von Pflegefachfrauen im Alter von 25 bis 54 Jahren bei etwa 3.900 Euro brutto im Monat. Männliche Pflegefachkräfte verdienen im Median etwa 4.130 Euro brutto monatlich. Damit liegt ihr durchschnittliches Einkommen rund 230 Euro oder etwa sechs Prozent höher - bei gleicher Arbeit.
(Alle Gehaltsangaben sind Median-Angaben)
Wie viel verdient eine Krankenschwester? Das hängt unter anderem von ihrer Berufserfahrung ab.
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Das Gehalt in der Pflege im Vergleich
Wie hoch ist das Gehalt von Krankenschwestern und Krankenpflegern – heute meist Pflegefachkräfte genannt – im Vergleich zu anderen Gesundheitsberufen?
Ein Blick auf verschiedene medizinische Berufe zeigt: Je nach Spezialisierung und Qualifikation können die Einkommen im Gesundheitswesen deutlich variieren. Besonders Spezialisierungen, etwa in der Intensivpflege oder Anästhesie, führen häufig zu höheren Gehältern als in der allgemeinen Pflege.
Wie hoch ist das Gehalt in verschiedenen Gesundheitsberufen?
Berufsbezeichnung | Gehalt |
|---|---|
Krankenschwester / Krankenpfleger | ca. 4.330 Euro |
Anästhesietechnische Assistenz (ATA) | ca. 4.690 Euro |
Hebamme / Entbindungspfleger | ca. 4.380 Euro |
Fachpflegekraft Intensivpflege | ca. 4.790 Euro |
Operationstechnische Assistenz (OTA) | ca. 4.500 Euro |
Krankenschwester-Ausbildung: Gehalt
Um Krankenschwester oder Krankenpfleger zu werden, war bis Ende 2019 eine klassische, dreijährige Ausbildung an einer Fachschule mit praktischen Phasen im Krankenhaus notwendig. Um Krankenschwester oder Krankenpfleger zu werden – heute offiziell Pflegefachfrau oder Pflegefachmann –, absolvieren angehende Pflegekräfte seit 2020 eine generalistische Pflegeausbildung.
Diese Ausbildung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann dauert weiterhin drei Jahre und kombiniert theoretischen Unterricht an einer Pflegeschule mit praktischen Einsätzen in verschiedenen Einrichtungen, etwa in:
- Krankenhäusern
- Pflegeheimen
- ambulanten Pflegediensten
- Kinderkliniken
Während der Ausbildung lernen die Auszubildenden zunächst die Grundlagen der Pflege für alle Altersgruppen. Am Ende der Ausbildung erwerben sie den Abschluss Pflegefachfrau bzw. Pflegefachmann.
Optional kann im letzten Ausbildungsdrittel eine Spezialisierung in der Altenpflege oder der Kinderkrankenpflege erfolgen.
Perspektiven nach der Ausbildung
Durch Weiterbildungen oder Spezialisierungen, etwa in Intensivpflege, OP-Pflege oder als Stationsleitung, können sich zusätzliche Karriere- und Verdienstmöglichkeiten ergeben.
Während ihrer Ausbildung erhalten Krankenschwestern im ersten Lehrjahr ein Einstiegsgehalt von 1.340,69 Euro pro Monat (laut Tarifvertrag TVöD Pflege). Im zweiten Lehrjahr steigt das Krankenschwester-Gehalt beziehungsweise das Gehalt des Krankenpflegers auf 1.402,07 Euro. Im dritten Ausbildungsjahr verdient eine Krankenschwester 1.503,38 Euro pro Monat.
Überblick Ausbildungsvergütung laut Tarifvertrag (Stand 2026):
- erstes Ausbildungsjahr: 1.340,69 Euro
- zweites Ausbildungsjahr: 1.402,07 Euro
- drittes Ausbildungsjahr: 1.503,38 Euro
Auszubildende, die nicht nach dem Tarifvertrag TVöD Pflege bezahlt werden, erhalten in der Regel einen geringeren Verdienst als Krankenschwestern mit einem Gehalt nach Tarifvertrag. Viele Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen orientieren sich jedoch an den Tarifwerten des öffentlichen Dienstes.
In der Ausbildung verdienen Krankenpfleger und Krankenschwestern das Gleiche.
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Wie kann eine Krankenschwester mehr Gehalt bekommen?
In vielen Krankenhäusern wird das Gehalt von Krankenschwestern und Krankenpflegern – heute meist Pflegefachkräfte genannt – durch Tarifverträge geregelt. Im öffentlichen Dienst erfolgt die Vergütung beispielsweise nach dem Tarifvertrag TVöD-Pflege, der feste Entgeltgruppen und Erfahrungsstufen vorsieht.
Ein Vorteil dieser Struktur ist, dass das Gehalt mit zunehmender Berufserfahrung automatisch steigt. Gleichzeitig sind individuelle Gehaltsverhandlungen im tarifgebundenen Bereich jedoch nur eingeschränkt möglich.
Trotzdem gibt es mehrere Möglichkeiten, das Einkommen in der Pflege zu erhöhen, wie eine berufliche Weiterbildung zum Beispiel zum Fachkrankenpfleger. Typische Weiterbildungen sind zum Beispiel:
- Anästhesiepflege
- Intensivpflege
- Palliativpflege
- Schmerzmanagement
- Hygienefachkraft
- Nephrologische Pflege
Eine andere Möglichkeit, als Krankenschwester mehr Gehalt zu bekommen, ist der Wechsel in die Arbeitnehmerüberlassung (ANÜ). Bei Vertretungseinsätzen über doctari kann eine erfahrene Fachpflegekraft bis zu 38 Euro pro Stunde verdienen zuzüglich übertarifliche Zuschläge für Wochenenddienste und Nachtschichten. Und das Beste daran: Sie bestimmen, wie viel Sie arbeiten möchten. Melden Sie sich also noch heute bei doctari an!
Fazit: Krankenschwester Gehalt
Vom Beginn der Ausbildung bis zur langjährigen Berufserfahrung steigt das Gehalt von Krankenschwestern und Krankenpflegern deutlich. Während Auszubildende etwa 1.300 Euro im Monat verdienen, erreichen erfahrene Pflegefachkräfte über 4.000 Euro brutto monatlich. Wie hoch der tatsächliche Verdienst ausfällt, hängt unter anderem von Bundesland, Arbeitgeber, Berufserfahrung und Spezialisierung ab.
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Hinweis: Tarifsituation und Vergütungspraxis verändern sich regelmäßig und sind stark vom Einzelfall abhängig. Weiterführende Informationen zum Einkommen bieten statistische Dienste wie statista oder destatis, Berufs- oder Fachverbände oder Entgelttabellen für die einzelnen Tarifverträge.
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