Gynäkologe Gehalt: Wie viel verdient ein Frauenarzt?
Verdienst von Fachärzten für Frauenheilkunde und GeburtshilfeIm Bereich Frauenheilkunde und Geburtshilfe (Gynäkologie) variiert der Verdienst der MedizinerInnen je nach Berufserfahrung, Hierarchiestufe innerhalb der Klinik und je nach Arbeitsverhältnis und Region. Einen Überblick über das Gehalt von Gynäkologen gibt es im folgenden Text.
Kurzübersicht
FachärztInnen für Gynäkologie verdienen im Krankenhaus aktuell etwa 86.000 bis 112.000 Euro jährlich, OberärztInnen über 120.000 Euro. Zuschläge und Position können das Einkommen deutlich erhöhen.
Gynäkologe: Gehalt als angestellter Frauenarzt oder -ärztin
Das Einkommen von Fachärztinnen und Fachärzten für Frauenheilkunde und Geburtshilfe hängt von mehreren Faktoren ab: Berufserfahrung, Position in der Klinik, Art des Arbeitgebers sowie Region und zusätzliche Dienste beeinflussen das tatsächliche Gehalt. Im Krankenhaus richtet sich die Vergütung in der Regel nach Tarifverträgen (TV-Ärzte/VKA oder TV-Ärzte/TdL). Diese gelten fachübergreifend, sodass GynäkologInnen grundsätzlich vergleichbar verdienen wie FachärztInnen anderer Disziplinen.
Gehalt im Krankenhaus (kommunale Kliniken – TV-Ärzte/VKA, Stand 2025/2026)
AssistenzärztInnen in der Gynäkologie verdienen je nach Erfahrungsstufe etwa:
- 5.600 bis 7.100 Euro brutto monatlich
- entspricht ca. 67.000 bis 85.000 Euro jährlich
FachärztInnen erreichen:
- 7.200 bis 9.300 Euro brutto monatlich
- entspricht ca. 86.000 bis 112.000 Euro jährlich
OberärztInnen liegen bei:
- 9.500 bis 10.500+ Euro brutto monatlich
- entspricht ca. 114.000 bis 126.000+ Euro jährlich
Gehalt an Universitätskliniken (TV-Ärzte/TdL)
Die Gehälter liegen auf vergleichbarem Niveau:
- AssistenzärztInnen: ca. 5.500 bis 6.800 Euro monatlich
- FachärztInnen: ca. 7.000 bis 8.800 Euro monatlich
- OberärztInnen: ca. 8.800 bis 10.300+ Euro monatlich
Auch hier steigt das Einkommen mit der Berufserfahrung kontinuierlich an.
Für Vollzeit-Angestellte als Facharzt für Frauenheilkunde im Krankenhaus beziehungsweise einer Frauenklinik sind die jeweils geltenden Tarifverträge wichtigste Quelle, um das Gehalt von Gynäkologen zu berechnen. Das bedeutet, dass sich das Einkommen des Gynäkologen in einem Krankenhaus oder einer Uniklinik in der Regel nicht von dem Gehalt eines Arztes eines anderen Fachbereichs unterscheidet und das Frauenarzt-Gehalt genauso hoch ist wie das Gehalt eines Facharztes für Anästhesie oder das Gehahlt einer Fachärztin für Innere Medizin oder das Gehalt eines Facharztes für Kinderheilkunde.
Gehalt als Gynäkologe steigern
Wer als Gynäkologe oder Gynäkologin mehr Geld verdienen möchte, kann eine Weiterbildung absolvieren, zum Beispiel im Rahmen einer Schwerpunkt-Weiterbildung im Bereich Gynäkologischen Endokrinologie und Reproduktionsmedizin. Diese zusätzliche Qualifikation kann sich positive auf das Gehalt des Gynäkologen auswirken. Passend sind:
- Gynäkologischer Endokrinologie
- Reproduktionsmedizin
- Operativer Gynäkologie
Das tatsächliche Einkommen kann auch deutlich höher ausfallen durch:
- Nacht-, Wochenend- und Bereitschaftsdienste
- Funktionszulagen oder Leitungsaufgaben
- außertarifliche Vereinbarungen (insbesondere in höheren Positionen)
ChefärztInnen werden in der Regel nicht nach Tarif bezahlt. Hier ist das Gehalt individuell verhandelbar und liegt meist deutlich über den tariflichen Werten.
Auch als Vertretungsärztin oder Vertretungsarzt in der Gynäkologie ist man an keine Tarifverträge gebunden. Hier sind weit höhere Gehälter als in Festanstellung möglich und man hat häufig eine bessere Work-Life-Balance.
Gynäkologe: Gehalt mit eigener Praxis
Der durchschnittliche Gehalt eines niedergelassenen Facharztes für Frauenheilkunde und Geburtshilfe (Gynäkologie) pro Jahr liegt bei durchschnittlich 209.000 Euro pro gynäkoloischer Einzelpraxis. Dabei ist die Spannbreite jedoch hoch und das Gynäkologen-Gehalt varriert zwischen 86.000 und knapp 380.000 Euro pro Einzelpraxis (Quelle: Statistisches Bundesamt). Das entspricht einem monatlichen Gynäkologen-Gehalt von 7.000 und 32.000 Euro.
Unterschiede bei den Gehältern finden sich vor allem bei den Spitzenverdienern sowie nach Region und je nach Art der Praxis. Bei Praxisgemeinschaften im gynäkologischen Fachbereich sind Reinerträge von fast 800.000 Euro pro Jahr möglich.
Generell sind die Unterschiede zwischen Gynäkologen mit noch recht junger Praxis und älteren Fachärzten mit mehrjähriger Berufspraxis recht hoch, Differenzen von bis zu 20.000 Euro jährlich sind beim Gynäkologen-Gehalt für niedergelassene Ärzte und Ärztinnen keine Seltenheit. Zusatzeinkünfte aus privaten Leistungen in der gynäkologischen Praxis erhöhen das Einkommen der Gynäkologen.
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FAQ Gehalt Gynäkologie
Die Vergütung in der Zeitarbeit lässt sich nicht pauschal beziffern, da sie stark von Einsatzort, Qualifikation, Dienstbelastung und Vertragsmodell abhängt. Häufig liegen die Honorare jedoch über dem tariflichen Klinikgehalt, da Flexibilität, kurzfristige Verfügbarkeit und projektbezogene Einsätze berücksichtigt werden. Entscheidender als ein Durchschnittswert ist der Vergleich konkreter Einsätze, bei denen Vergütung, Arbeitszeiten und Rahmenbedingungen transparent dargestellt sind.
Das Einkommen hängt vor allem von der Position, der Berufserfahrung und dem Arbeitgeber ab. Auch die Art der Einrichtung (kommunale Klinik, Universitätsklinik oder private Einrichtung), die Anzahl der Dienste sowie die Region spielen eine wichtige Rolle. In der Niederlassung kommen zusätzlich wirtschaftliche Faktoren wie PatientInnenstruktur, Spezialisierung und Kostenstruktur der Praxis hinzu.
Das Gehalt steigt in der Gynäkologie stufenweise mit der Berufserfahrung und der Position in der Klinik. Während AssistenzärztInnen mit tariflichen Einstiegsgehältern beginnen, erreichen FachärztInnen nach der Weiterbildung deutlich höhere Einkommen. Mit dem Aufstieg zur Oberärztin oder zum Oberarzt sowie in leitende Positionen sind weitere Gehaltssteigerungen möglich. Zusätzlich erhöhen Dienste und Verantwortungsbereiche das tatsächliche Einkommen.
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