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Facharzt-Gehalt: Wie viel verdienen Mediziner nach der Weiterbildung?

Wie verdiene ich als Facharzt mehr Gehalt?
5.3.2026 | Lesedauer: 6 Minuten

In diesem Artikel finden Sie alle Informationen zum Gehalt als Facharzt oder als Fachärztin. Sie erhalten einen Überblick über das Einstiegsgehalt sowie die geltenden Tarifverträge.

Überblick: Wie viel verdient ein Facharzt?

Ein Facharzt verdient in Deutschland durchschnittlich 7.400 bis über 9.000 Euro brutto im Monat, abhängig von Berufserfahrung, Klinik und Tarifvertrag. Das Einstiegsgehalt beginnt meist bei etwa 7.400 Euro, während erfahrene Fachärztinnen und Fachärzte über 9.000 Euro monatlich verdienen können.

Einstiegsgehalt als Facharzt

Mit dem Abschluss der Facharztweiterbildung und dem Erhalt des Facharzttitels steigen Ärztinnen und Ärzte automatisch in eine höhere Gehaltsstufe im Tarifvertrag auf und verdienen dadurch deutlich mehr als während ihrer Zeit als Assistenzarzt oder Assistenzärztin. Das Einstiegsgehalt für Fachärztinnen und Fachärzte richtet sich – ebenso wie das Gehalt von Assistenzärztinnen und Assistenzärzten – nach den geltenden Tarifverträgen im Krankenhaus. Die beiden wichtigsten Tarifwerke sind:

  • TV-Ärzte TdL für Universitätskliniken
  • TV-Ärzte VKA für kommunale Krankenhäuser

Im ersten Jahr verdienen Fachärztinnen und Fachärzte in der Regel etwa 7.400 Euro brutto im Monat. Mit zunehmender Berufserfahrung steigt das Gehalt schrittweise an und kann nach einigen Jahren über 9.000 Euro brutto monatlich erreichen. Das genaue Einkommen hängt vom jeweils geltenden Tarifvertrag, der Klinik sowie der individuellen Berufserfahrung ab. Nach sieben Jahren Facharzttätigkeit erhalten Mediziner und Medizinerinnen an einer Uniklinik beispielsweise ein Bruttomonatseinkommen von 7.545 Euro. Ihr genaues Gehalt berechnet sich nach dem jeweilig geltenden Tarifvertrag. Wie Sie mehr Gehalt verdienen können als im Tarifvertrag, erfahren Sie weiter unten.

Das Gehalt von FachärztInnen, die nach Tarif bezahlt werden, richtet sich nach der Art der Klinik und der Berufserfahrung, nicht jedoch nach der Fachrichtung. Das bedeutet, dass eine Fachärztin für Anästhesie genauso viel Geld verdient wie ein Facharzt für Gynäkologie oder eine Fachärztin für Innere Medizin oder Kinderheilkunde.

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Facharzt Gehalt: Die Tarifverträge

Das Gehalt von Fachärztinnen und Fachärzten in Festanstellung wird in den meisten Krankenhäusern durch Tarifverträge geregelt. Diese gelten ebenso für Assistenz- und Oberärzte. Der TV-Ärzte VKA gilt für Ärztinnen und Ärzte an kommunalen Krankenhäusern. An Universitätskliniken kommt meist der TV-Ärzte TdL zur Anwendung.

Auch einige private Klinikbetreiber haben eigene Tarifverträge, die sich jedoch häufig an den Gehältern der öffentlichen Krankenhäuser orientieren. Außerhalb dieser Tarifverträge kann das Einkommen stärker variieren. Dann spielen unter anderem Berufserfahrung, Fachgebiet, Klinikgröße und individuelle Vertragsvereinbarungen eine wichtige Rolle.

Booklet: Gehalt als Arzt oder Ärztin

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Facharzt-Gehalt an Universitätskliniken

Das Gehalt von Fachärztinnen und Fachärzten an Universitätskliniken richtet sich nach dem Tarifvertrag TV-Ärzte TdL. Die Vergütung steigt dabei mit zunehmender Berufserfahrung in mehreren Tarifstufen an. Zum Einstieg verdienen Fachärzte an einer Uniklinik derzeit rund 7.400 Euro brutto im Monat. Mit steigender Erfahrung kann das Gehalt auf über 9.300 Euro monatlich anwachsen. Die genaue Höhe hängt von der Tarifstufe und der Dauer der Berufstätigkeit ab.

Tarifvertrag Tdl für Fachärzte Uniklinik

Die Entgelttabelle zeigt, wie viel ein Facharzt, eine Fachärztin im Jahr 2026 an einer Uniklinik verdient und wie viel andere Hierarchiestufen verdienen.

Entgeltgruppe

Stufe 1

Stufe 2

Stufe 3

Stufe 4

Stufe 5

Stufe 6

Ä2 Facharzt

7.426,63 €

8.049,32 €

8.596,06 €

8.903,30 €

9.070,79 €

9.302,27 €

Ä3 Oberarzt

9.302,27 €

9.849,02 €

10.631,15 €

Ä 4 Leitender Oberarzt

10.942,53 €

11.724,64 €

12.347,33 €

TV-Ärzte VKA: Der Tarifvertrag für kommunale Krankenhäuser

Die folgende Tabelle zeigt, wie viel Geld ein Facharzt oder eine Fachärztin verdient, wenn er oder sie an einem kommunalen Krankenhaus angestellt ist und nach dem Tarifvertrag TV-Ärzte VKA bezahlt wird. Das Einstiegsgehalt für Fachärztinnen und Fachärzte liegt derzeit bei etwa 7.404 Euro brutto im Monat. Mit zunehmender Berufserfahrung steigt das Gehalt stufenweise an. Nach mehreren Jahren Berufstätigkeit kann ein Facharzt oder eine Fachärztin über 9.000 Euro brutto monatlich verdienen.

In der höchsten Tarifstufe liegt das Gehalt aktuell bei rund 9.322 Euro brutto pro Monat. Das Einkommen von Fachärztinnen und Fachärzten hängt somit nicht nur von der Berufserfahrung, sondern auch vom jeweils geltenden Tarifvertrag und der Art des Krankenhauses ab.

Tarifvertrag für Fachärzte an kommunalen Krankenhäusern

Die Entgelttabelle zeigt, wie viel ein Facharzt, eine Fachärztin an einem kommunalen Krankenhaus im Jahr 2024 verdient und wie viel andere Hierarchiestufen verdienen.

Entgeltgruppe

Stufe 1

Stufe 2

Stufe 3

Stufe 4

Stufe 5

Stufe 6

Facharzt

7.404 €

8.024 €

8.570 €

8.888 €

9.198 €

9.509 €

Oberarzt

9.509 €

10.065 €

10.872 €

Leitender Oberarzt

11.189 €

11.996 €

Facharzt-Gehälter in privaten Kliniken

Große private Klinikbetreiber haben häufig eigene Tarifverträge oder Haustarifverträge. Diese orientieren sich jedoch in vielen Fällen an den Gehaltsstrukturen der öffentlichen Krankenhäuser, etwa an den Tarifverträgen TV-Ärzte VKA oder TV-Ärzte TdL.

Das Gehalt von Fachärztinnen und Fachärzten in privaten Kliniken liegt daher oft auf einem ähnlichen Niveau wie im öffentlichen Dienst, kann jedoch je nach Klinikträger, Berufserfahrung und individuellen Vertragsvereinbarungen variieren. In manchen Fällen sind auch außertarifliche Regelungen oder zusätzliche Vergütungsbestandteile möglich.

Hinweis: Die tatsächlichen Gehälter können je nach Tarifrunde und Klinikträger variieren. Haustarifverträge werden nicht immer öffentlich aktualisiert, sondern häufig nur intern veröffentlicht.

TV-Ärzte Sana

So viel verdienen Fachärzte und Fachärztinnen in den Sana-Kliniken (Stand 2025/2026).

Entgeltgruppe

1. Jahr

4. Jahr

7. Jahr

9. Jahr

11. Jahr

13. Jahr

Facharzt

6.637 Euro

7.220 Euro

7.732 Euro

8.031 Euro

8.490 Euro

8.607 Euro

TV-Ärzte Asklepios

Diese Tabelle zeigt die Facharzt-Gehälter der Asklepios-Kliniken (gültig bis 31.12.2024)

Entgeltgruppe

1. Jahr

4. Jahr

7. Jahr

9. Jahr

11. Jahr

13. Jahr

Facharzt

7.160 Euro

7.755 Euro

8.270 Euro

8.580 Euro

8.870 Euro

9.055 Euro

TV-Ärzte RKA

Fachärzte in den Rhön-Kliniken verdienen wie folgt (gültig bis 30. Juni 2025)

Entgeltgruppe

1. Jahr

4. Jahr

7. Jahr

9. Jahr

11. Jahr

13. Jahr

Facharzt

6.825 Euro

7.385 Euro

7.958 Euro

8.238 Euro

8.587 Euro

8.776 Euro

Hinweis: Tarifsituation und Vergütungspraxis verändern sich regelmäßig und sind stark vom Einzelfall abhängig. Weiterführende Informationen zum Einkommen bieten statistische Dienste wie statista oder destatis, Berufs- oder Fachverbände oder Entgelttabellen für die einzelnen Tarifverträge.

Welcher Facharzt verdient am meisten?

Als Facharzt haben Sie auch die Möglichkeit, sich mit einer eigenen Praxis niederzulassen oder eine laufende Praxis zu übernehmen. Der Vorteil: Sie sind nicht an die geltenden Tarifverträge gebunden. Je nach Fachgebiet, Standort, Patientenzahl und Arbeitszeit kann das Einkommen daher stark variieren.

Besonders großen Einfluss auf den wirtschaftlichen Erfolg einer Praxis hat die ärztliche Fachrichtung. Nach aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes erzielen einige Fachrichtungen deutlich höhere Reinerträge als andere.

So erwirtschaften RadiologInnen mit eigener Praxis durchschnittlich rund 1,1 Millionen Euro Reinertrag pro Praxis und Jahr. Bei Kinder- und JugendärztInnen liegt der durchschnittliche jährliche Reinertrag bei etwa 270.000 Euro, während NeurologInnen im Schnitt rund 230.000 Euro pro Jahr erzielen.

Die Niederlassung kann damit finanziell sehr attraktiv sein. Gleichzeitig sollten Ärztinnen und Ärzte den unternehmerischen Aufwand, Investitionskosten und bürokratische Anforderungen einer eigenen Praxis berücksichtigen.

Mehr Geld, mehr Freizeit

Als Vertretungsarzt oder Vertretungsärztin können Sie bei doctari über Tarif verdienen und selbst bestimmen, wann und wie viel Sie arbeiten. Werden Sie noch heute ein Teil von doctari.

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Wie verdiene ich als Facharzt mehr Geld?

Gehaltsunterschied als Facharzt in Festanstellung vs. Honorararzt

Neben einer Tätigkeit in Praxis oder Klinik haben Sie als Facharzt auch die Möglichkeit, als Honorar- bzw. Vertretungsarzt zu arbeiten. Vertretungseinsätze ermöglichen es Ihnen, Ihre Freizeit unabhängig zu gestalten und Ihr eigenes Wohlbefinden durch geregelte Arbeitszeiten und flexible Arbeitseinsätze zu steigern sowie ein höheres Gehalt zu verdienen. Denn Sie allein entscheiden, wann, wo und wie viel Sie arbeiten möchten. Als Vertretungsarzt ist man generell an keine Tarifverträge gebunden.

Ähnlich wie bei der Tätigkeit als Chefarzt wird der Stundenlohn als Vertretungsarzt individuell zwischen Ihnen und der Klinik ausgehandelt, daher sind weit höhere Gehälter als in Festanstellung möglich. Außerdem haben Sie eine bessere Work-Life-Balance.

Der Stundenlohn für Vertretungseinsätze liegt in der Regel zwischen 50 und 100 Euro brutto, kann je nach Fachrichtung, Erfahrung und Einsatzart aber auch bis zu 120 Euro pro Stunde betragen. Da der Stundenlohn individuell mit der Klinik vereinbart wird, sind deutlich höhere Einkommen möglich als im Tarifvertrag. Der Stundenlohn richtet sich unter anderem nach der Position, Ihrer Erfahrung und den Arbeitszeiten. Bei einer geregelten 40h-Woche können Sie somit deutlich mehr verdienen als in Festanstellung.

Ärztinnen und Ärzte entscheiden sich daher für die in die Zeitarbeit, weil sie mehr Flexibilität bei Arbeitszeiten und Einsatzorten bietet und gleichzeitig ein höheres Einkommen ermöglicht.

Gerne beraten wir Sie individuell, wie Sie Vertretungsarzt werden können, um sowohl Ihr Gehalt als auch Ihr Wohlbefinden als Arzt zu verbessern.

Die ideale Facharztstelle für Ihre Gehaltswünsche bei doctari

Ob es nun eine ideal zu Ihren Bedürfnissen passende Position in Festanstellung auf Ihrem Weg als Arzt sein soll, oder eine Stelle als Vertretungsarzt, die Ihr Wohlbefinden als Arzt verbessert sowie Ihren Gehaltsvorstellungen entspricht: Als die Nr. 1 für Zeitarbeit in der Medizin vermittelt doctari seit 2008 ausgewählte Jobs an Ärztinnen und Ärzte und ist Ihr Ansprechpartner auf Augenhöhe! Unser Service ist kostenfrei für Sie und bietet zahlreiche Vorteile. Darunter exklusive Stellen, Positionen jeder Hierarchiestufe und jedes Fachbereichs sowie Rundumentlastung beim gesamten Stellenwechsel. Unsere Fachkräfte machen seit Jahren gute Erfahrungen mit doctari.

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Weitere Fragen zum Facharzt-Gehalt

Wie viel verdient ein Facharzt im Monat?

An einem kommunalen Krankenhaus verdient ein Facharzt im ersten Jahr knapp 7.000 Euro brutto pro Monat. An einer Uniklinik sind es 7.400 Euro.

Welcher Facharzt hat das beste Gehalt?

Radiologen verdienen im Vergleich zu ihren Kolleginnen deutlich mehr. Das gilt allerdings nur für niedergelassene Radiologen. In der Festanstellung werden Fachärzte nach Tarif bezahlt und es wird nicht nach Fachrichtung unterschieden.

Wie viel verdienen Oberärzte netto?

Das Netto-Gehalt ist immer individuell. Es hängt von der Steuerklasse, der Krankenkasse, dem Familienstand und weiteren persönlichen Faktoren ab.

Ein Beispiel: Ein 40-jähriger Oberarzt, verheiratet mit einem Kind, in Steuerklasse 3 und ohne Kirchensteuer verdient im ersten Jahr als Oberarzt an einer Universitätsklinik derzeit etwa 6.800 bis 7.100 Euro netto im Monat.

Die genaue Höhe des Netto-Gehalts kann jedoch je nach Bundesland, Krankenversicherung und individuellen Abzügen variieren.

Hinweis: „Bietet doctari Honorar-Tätigkeit an? Nein. doctari bietet für medizinische Fachkräfte ausschließlich Tätigkeiten in Arbeitnehmerüberlassung, als befristete Anstellung in einer medizinischen Einrichtung oder als Festanstellung in einer medizinischen Einrichtung an. Wir verwenden den Begriff „Honorararzt“ bzw. „Honorarpflegekraft“ ähnlich wie ein Deonym und synonym für ÄrztInnen bzw. Pflegefachkräfte, die in Vertretungsjobs der Zeitarbeit tätig sind (vergleichbar damit, wie der Markenname „Tesa“ als Bezeichnung für alle durchsichtigen Klebestreifen oder Tempo für alle Papiertaschentücher genutzt wird).“

Titelbild: iStock.com/JackF

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