Verdienst als Gesundheits- und Krankenpfleger

Bei den Gesundheits- und Krankenpflegern, kurz GuK, sind Bezahlung und Arbeitsbedingungen regelmäßig Teil der öffenlichen Diskussion. So fordern Öffentlichkeit und Politik regelmäßig weitere Reformen, um die Situation zu verbessern. Was verdienen Krankenschwestern und Pfleger also aktuell und was bringt die Zukunft?

Gehälter in der Gesundheitspflege und Krankenpflege

Was Krankenschwestern und Krankenpfleger verdienen, hängt davon ab, wo sie arbeiten. Öffentliche Einrichtungen bezahlen ihr Personal in der Regel nach Tarifverträgen, wobei die Gehälter je nach Berufserfahrung und Qualifikation regelmäßig angepasst werden. Pflegekräfte können aber auch außertariflich angestellt werden oder freiberuflich arbeiten.

Im Jahr 2018 lag der Bruttojahresverdienst von Gesundheits- und Krankenpflegern je nach Geschlecht und Alter durchschnittlich in folgenden Bereichen (statista):

  • Gesamt: 31.716 bis 43.368 Euro
  • Frauen: 31.104 bis 42.313 Euro
  • Männer: 35.013 bis 46.824 Euro
  • 25 Jahre: 30.034 bis 38.010 Euro
  • 35 Jahre: 31.135 bis 41.241 Euro
  • 45 Jahre: 32.335 bis 43.260 Euro

Als Faustformel gilt außerdem: Je größer die Pflegeeinrichtungen sind, desto mehr können sie ihren Mitarbeitenden in der Gesundheits- und Krankenpflege bezahlen.

Selbstständigkeit und berufliche Alternativen für den Beruf Gesundheits- und Krankenpfleger

Gesundheits- und Krankenpflegerinnen und Krankenpfleger versorgen ihre Patienten in verschiedenen Fachabteilungen wie

  • Chirurgie,
  • Innere Medizin,
  • Psychiatrie,
  • Gynäkologie,
  • Onkologie oder
  • Orthopädie.

Neben der Arbeit auf einer Station können Gesundheits- und Krankenpfleger auch ambulant arbeiten. Je nach Dienstform unterscheiden sich die Arbeitsbedingungen teils sehr stark. Wer nach beruflichen Alternativen sucht, für kann der Wechsel in eine andere Fachabteilung schon den erwünschten Schritt in eine neue Richtung darstellen, vorausgesetzt, die fachliche Eignung passt. Auch eine Arbeit als selbstständige Pflgekraft oder Pflegekraft in der Zeitarbeit kann aufgrund der freien Zeiteinteilung sehr attraktiv sein.

Pflegekräfte können hauptberuflich selbstständig sein, aber auch parallel neben einer Festanstellung. Etwa die Hälfte aller Beschäftigten in der Pflege arbeitet in Deutschland in Teilzeit (Stand: 2017). Der Großteil hiervon arbeitet mindestens 25 Stunden die Woche in Festanstellung. Etwa 32 Prozent haben einen Vertrag zwischen 15 und 25 Stunden, bei 13 Prozent sogar unter 15 Stunden. Ein Grund kann nicht ausreichende Kinderbetreuung sein, die noch zu häufig die Mütter stemmen müssen, ein weiterer die starke Belastung aufgrund der schweren Tätigkeit. Wer mehr Einfluss auf die eigenen Arbeitsbedingungen nehmen möchte, für den lohnt es sich, über eine Selbstständigkeit nachzudenken, weil es hier mehr individuelle Gestaltungsmöglichkeiten gibt.

Bildquelle: iStock.com/Chainarong Prasertthai