Gehalt als Arzt

Arzt-Gehalt: So viel verdienen Ärztinnen und Ärzte (2026)

Junge Ärztin lächelt in die Kamera
doctari Redaktion | 4.6.2025 | Lesedauer: 5 Minuten

Das Arzt-Gehalt steigt mit Erfahrung und Position deutlich. Überblick über aktuelle Gehälter von Assistenzarzt, Facharzt, Oberarzt und Chefarzt im Jahr 2026.

Wie viel verdienen Ärztinnen und Ärzte in Deutschland?

Das Gehalt hängt von mehreren Faktoren ab – etwa von Berufserfahrung, Fachrichtung, Position und Arbeitgeber. Vom Assistenzarzt über den Facharzt bis zum Chefarzt steigt der Verdienst im Laufe der Karriere deutlich. Ein Überblick über aktuelle Gehälter und Entwicklungsmöglichkeiten.

Überblick Arzt-Gehalt

Das Gehalt von Ärztinnen und Ärzten in Deutschland steigt mit Erfahrung und Position deutlich. Assistenzärzte verdienen etwa 5.600 bis 7.200 Euro brutto im Monat, Fachärzte rund 7.400 bis 9.500 Euro. Oberärzte erhalten häufig über 9.000 Euro monatlich, während Chefärzte je nach Klinik und Fachrichtung deutlich mehr verdienen können.

Arzt-Gehalt: Häufig wird nach Tarif bezahlt

Wie viel Ärztinnen und Ärzte verdienen, lässt sich besonders gut beantworten, wenn sie in einem Krankenhaus oder einer medizinischen Einrichtung angestellt sind. In diesen Fällen richtet sich das Gehalt meist nach Tarifverträge für Ärztinnen und Ärzte, die klare Regelungen zu Einstiegsgehältern, Erfahrungsstufen und Karrierestufen enthalten.

In kommunalen Krankenhäusern gilt in der Regel der Tarifvertrag TV-Ärzte VKA. Dieser unterscheidet mehrere hierarchische Karrierestufen, die sich auch im Gehalt widerspiegeln: Assistenzarzt, Facharzt, Oberarzt und leitender Oberarzt. Ärztinnen und Ärzte beginnen ihre Karriere meist als Assistenzarzt in der Facharztausbildung. Das monatliche Einstiegsgehalt liegt derzeit bei etwa 5.600 bis 5.900 Euro brutto. Mit zunehmender Berufserfahrung steigt das Einkommen innerhalb der Tarifstufen kontinuierlich an.

Mit dem Facharzttitel verbessert sich die Gehaltssituation deutlich. Noch einmal höher liegt der Verdienst in leitenden Positionen: Oberärzte und leitende Oberärzte können je nach Erfahrungsstufe und Tarifvertrag über 10.000 bis 11.000 Euro brutto im Monat verdienen.

Anders sieht es bei Chefärztinnen und Chefärzten aus. Sie werden in der Regel nicht nach Tarif bezahlt, sondern verhandeln ihr Gehalt individuell mit dem Krankenhaus. Neben einem festen Grundgehalt können dabei auch variable Bestandteile wie Bonuszahlungen oder Beteiligungen an Einnahmen vereinbart werden. Deshalb kann das Chefarztgehalt je nach Fachrichtung, Klinikgröße und Verantwortungsbereich stark variieren.

Neben der Position spielt auch die Berufserfahrung eine wichtige Rolle. Mit zunehmender Dauer im Beruf steigen Ärztinnen und Ärzte automatisch in höhere Tarifstufen auf und verdienen entsprechend mehr.

Neben dem Tarifvertrag TV-Ärzte VKA für kommunale Krankenhäuser gibt es weitere Tarifwerke. An Universitätskliniken gilt meist der TV-Ärzte TdL, der nach einem ähnlichen Prinzip aufgebaut ist. Private Klinikbetreiber arbeiten häufig mit eigenen Haustarifverträgen oder individuellen Vereinbarungen. Dadurch können sich Arztgehälter je nach Krankenhausträger, Fachrichtung, Region und persönlichem Vertrag deutlich unterscheiden.

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Welche Faktoren beeinflussen das Gehalt eines Arztes oder einer Ärztin?

Ärztinnen und Ärzte zählen zu den bestbezahlten Berufsgruppen in Deutschland. Wie hoch das tatsächliche Gehalt ausfällt, kann jedoch stark variieren. Der Verdienst hängt von verschiedenen Faktoren ab – etwa von Position, Berufserfahrung, Fachrichtung, Arbeitgeber und Region.

Ein wichtiger Einflussfaktor ist zunächst die Art der Tätigkeit. Viele Ärztinnen und Ärzte arbeiten angestellt in einem Krankenhaus oder einer medizinischen Einrichtung und werden dort nach Tarifverträgen bezahlt. Andere entscheiden sich für eine eigene Praxis oder arbeiten freiberuflich, zum Beispiel im Rahmen von Vertretungseinsätzen oder in der Arbeitnehmerüberlassung.

Auch die Region spielt eine Rolle. In wirtschaftsstarken Bundesländern oder großen Städten sind die Gehälter häufig höher als in strukturschwächeren Regionen. Zusätzlich hat die ärztliche Fachrichtung großen Einfluss auf das Einkommen. Operative Fachrichtungen oder spezialisierte Bereiche können beispielsweise deutlich höhere Einkommen ermöglichen als andere medizinische Tätigkeiten.

Neben diesen Faktoren wirkt sich auch die Karrierestufe auf das Gehalt aus: Assistenzärzte verdienen deutlich weniger als Fachärzte, Oberärzte oder Chefärzte. Mit zunehmender Berufserfahrung und Verantwortung steigt das Einkommen entsprechend an.

TV-Ärzte TdL: Arzt-Verdienst an Unikliniken

Wie viel verdienen Ärzte nach Tarifvertrag an Unikliniken?

Entgeltgruppe

Stufe 1

Stufe 2

Stufe 3

Stufe 4

Stufe 5

Stufe 6

Ä1 Assistenzarzt

5.626 Euro

5.946 Euro

6.174 Euro

6.569 Euro

7.039 Euro

7.223 Euro

Ä2 Facharzt

7.427 Euro

8.049 Euro

8.596 Euro

8.903 Euro

9.071 Euro

9.302 Euro

Ä3 Oberarzt

9.302 Euro

9.849 Euro

10.631 Euro

Ä 4 Leitender Oberarzt

10.943 Euro

11.725 Euro

12.347 Euro

Arzt-Gehalt laut Tarifvertrag an kommunalen Krankenhäusern

Wie viel verdienen Ärzte an einem kommunalen Krankenhaus 2026?

Entgeltgruppe

Stufe 1

Stufe 2

Stufe 3

Stufe 4

Stufe 5

Stufe 6

Assistenzarzt

5.500 €

5.812 €

6.034 €

6.420 €

6.880 €

7.070 €

Facharzt

7.259 €

7.868 €

8.402 €

8.714 €

9.018,00 €

9.322 €

Oberarzt

9.092 €

9.627 €

10.391 €

Leitender Oberarzt

10.695 €

11.460 €

Hinweis zum Arzt-Gehalt im Tarifvertrag

Die Entgelttabellen zeigen die Grundgehälter ohne Zulagen. Das tatsächliche Einkommen von Ärztinnen und Ärzten kann durch Bereitschaftsdienste, Nachtarbeit, Wochenenddienste oder Funktionszulagen deutlich höher ausfallen.

Je mehr Erfahrung, desto größer die Gehaltssprünge

Das durchschnittliche Jahresgehalt von Ärztinnen und Ärzten in Deutschland liegt heute bei rund 95.000 Euro brutto. Wie hoch der tatsächliche Verdienst ausfällt, hängt jedoch stark von Berufserfahrung, Position und Fachrichtung ab.

Im Laufe der Karriere steigt das Einkommen deutlich. Während Ärztinnen und Ärzte zu Beginn ihrer Laufbahn als Assistenzarzt oder Assistenzärztin meist etwa 65.000 bis 75.000 Euro jährlich verdienen, kann das Einkommen nach einigen Jahren Berufserfahrung bereits deutlich über 100.000 Euro pro Jahr liegen.

Besonders stark steigen die Gehälter mit dem Wechsel in höhere Karrierestufen. Nach der Facharztausbildung und mit zunehmender Verantwortung – etwa als Oberarzt oder leitender Oberarzt – wächst das Einkommen entsprechend weiter. Auch die Fachrichtung spielt eine wichtige Rolle. In spezialisierten Bereichen wie der Anästhesiologie oder operativen Fachgebieten können Ärztinnen und Ärzte im Laufe ihrer Karriere besonders große Gehaltssprünge erzielen.

Ein interessantes Ergebnis verschiedener Gehaltsanalysen: Mit zunehmender Berufserfahrung werden die Gehaltssteigerungen immer größer. Während das Einstiegsgehalt relativ moderat wächst, erhöhen sich die Einkommenssprünge vor allem mit dem Wechsel in Facharzt-, Oberarzt- und leitende Positionen deutlich.

Regionale Unterschiede beim Arzt-Gehalt in Deutschland

Welchen Einfluss hat die Region, also der Arbeitsort, auf den Lohn eines Arztes oder einer Ärztin? Analysen verschiedener Gehaltsreports zeigen, dass Medizinerinnen und Mediziner je nach Arbeitsort unterschiedlich verdienen. Grundsätzlich lässt sich beobachten, dass Ärztinnen und Ärzte in Süd- und Westdeutschland im Durchschnitt etwas höhere Einkommen erzielen als ihre Kolleginnen und Kollegen im Norden oder Osten des Landes. Gründe dafür sind unter anderem unterschiedliche Klinikstrukturen, regionale Wirtschaftskraft sowie der Wettbewerb um medizinisches Personal.

Gehaltsanalysen zeigen beispielsweise, dass Ärztinnen und Ärzte im Westen Deutschlands im Durchschnitt rund 95.000 Euro brutto pro Jahr verdienen. In Süddeutschland liegen die Durchschnittsgehälter auf einem ähnlichen Niveau. Im Norden Deutschlands verdienen Medizinerinnen und Mediziner im Mittel etwa 86.000 Euro jährlich, während das durchschnittliche Arztgehalt im Osten Deutschlands bei rund 88.000 Euro pro Jahr liegt.

Die Grafik zeigt die regionalen Unterschiede beim Arzt-Gehalt in Deutschland

Wie viel verdient ein Arzt oder ein Ärztin im Osten Deutschlands? Wie viel im Westen? Wie die Grafik zeigt: Die Unterschiede sind groß.

Der Facharzttitel bringt 30 Prozent mehr Gehalt

Nach dem erfolgreichen Abschluss des Medizinstudiums und der Approbation endet die Ausbildung für Ärztinnen und Ärzte noch nicht. Die meisten entscheiden sich anschließend dazu, eine Weiterbildung zum Facharzt oder zur Fachärztin zu absolvieren, um sich auf ein bestimmtes medizinisches Fachgebiet zu spezialisieren. Diese Weiterbildung dauert je nach Fachrichtung in der Regel fünf bis sechs Jahre. Während dieser Zeit arbeiten Ärztinnen und Ärzte meist als Assistenzärzte in Krankenhäusern und sammeln umfangreiche praktische Erfahrung.

Mit dem Abschluss der Facharztausbildung verbessert sich nicht nur die berufliche Perspektive, sondern auch das Einkommen. Gehaltsanalysen zeigen, dass Ärztinnen und Ärzte mit Facharzttitel häufig bis zu 30 Prozent mehr verdienen als während ihrer Zeit als Assistenzarzt oder Assistenzärztin. Der Facharzttitel ist damit ein wichtiger Schritt in der ärztlichen Karriere und bildet häufig die Grundlage für weitere Karrierestufen – etwa als Oberarzt oder leitender Oberarzt.

Die Grafik zeigt, wie viel Ärzte verdienen je nach Titel.

Der Facharzttitel bringt deutlich mehr Gehalt. Noch größer ist der Sprung beim Verdienst, wenn man Oberarzt oder Oberärztin wird.

"Arztgehälter hängen nicht nur von der Berufserfahrung ab, sondern auch von zusätzlich erworbenen Kenntnissen, sozialen Kompetenzen und der Verantwortung."

Prof. Dr. Cai-Nicolas Ziegler, CEO doctari

Mehr Gehalt als Arzt dank Zeitarbeit

Als Vertretungsarzt oder Vertretungsärztin können Ärztinnen und Ärzte deutlich mehr Geld verdienen als Festangestellte. Wer bei doctari in der Arbeitnehmerüberlassung als Leiharzt oder Leihärztin tätig ist, kann bis zu 120 Euro pro Stunde verdienen. Das entspricht bei einer 40-Stunden-Woche einem Gehalt von 4.800 Euro pro Woche und rund 20.000 Euro brutto pro Monat.

Darüber hinaus Mediziner in der Zeitarbeit selbst bestimmen, wann und wie viel sie arbeiten. Das verbessert die Work-Life-Balance und reduziert das Risiko für einen Burnout bei Ärzten.

Titelbild: iStock.com/FatCamera

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