Wie wird man Facharzt für Radiologie?

Facharzt für Radiologie

Eine Tätigkeit als Facharzt Radiologie ist auch 2026 für viele junge Mediziner reizvoll, denn es winken hohe Verdienstaussichten und vielfältige Karrierechancen. Also, wie wird man eigentlich eine Radiologin, ein Radiologe?

Weiterbildung zum Facharzt oder zur Fachärztin für Radiologie (Stand 2026)

Der Weg zur Fachärztin oder zum Facharzt für Radiologie beginnt mit dem Medizinstudium. Nach erfolgreichem Abschluss des Studiums folgt die Approbation. Erst mit der Approbation ist die eigenständige ärztliche Tätigkeit erlaubt. Im Anschluss beginnt die fachärztliche Weiterbildung an einer von der Ärztekammer anerkannten Weiterbildungsstätte mit entsprechender Weiterbildungsbefugnis (WBE).

Dauer der Weiterbildung Radiologie

Die Weiterbildung zur Fachärztin oder zum Facharzt für Radiologie dauert gemäß Muster-Weiterbildungsordnung in der Regel 5 Jahre (60 Monate).

Sie erfolgt überwiegend im stationären Bereich, kann aber – je nach Bundesland – auch anteilig im ambulanten Setting absolviert werden.

Weiterbildungsinhalte für Facharzt für Radiologie

Zu den wichtigsten Weiterbildungsinhalten gehören (Auswahl):

  • Übergreifende Inhalte zu bildgebenden Diagnosen
  • Indikationsstellung (Einschätzung der Angemessenheit einer Behandlung)
  • Strahlenschutz (z.B. Kenntnisse der Physik und Biologie zu ionisierender und nicht-ionisierender Strahlung)
  • Auswahl, Dosierung und Anwendung von Kontrastmittel
  • Gerätetechnik und ihre Anwendung im Notfall
  • Kommunikation mit Patienten, Angehörigen und Kollegen
  • Bildgebung mit ionisierender Strahlung einschließlich
  • Computertomographie und digitaler Volumentomographie (dreidimensionale Darstellung mit Hilfe von Röntgenstrahlung)
  • Magnetresonanztomographie und Sonographie (Ultraschall)
  • Bildgebung an der Mamma (weibliche Brust und Brustdrüsen) sowie
  • Verfahren der Nuklearmedizin

Gerade, um das technische Equipment zielgerichtet anwenden und die Ergebnisse fachlich korrekt bewerten zu können, brauchen die Radiologinnen und Radiologen mehr als nur ein umfangreiches medizinisches Wissen. Sie kommen um ein tiefes Verständnis für Physik und Biochemie nicht umhin. Sollen zum Beispiel dreidimensionale Aufnahmen begutachtet werden, braucht es räumliches Vorstellungsvermögen und mathematische Grundkenntnisse.

Die ärztliche Weiterbildung richtet sich stets nach der aktuell gültigen Ordnung der zuständigen Landeskammer. Interessierte Ärztinnen und Ärzte müssen 5 Jahre (60 Monate) Weiterbildungszeit ansetzen, um sich „Facharzt für Radiologie“ nennen zu dürfen.

Wie viele neue FachärztInnen für Radiologie gibt es?

Die Zahl der neu anerkannten FachärztInnen für Radiologie pro Jahr liegt in der Regel im niedrigen bis mittleren dreistelligen Bereich, spiegelt damit eine kontinuierliche Ausbildung und Spezialisierung wider. Radiologie gehört weiterhin zu den etablierten Fachgebieten der bildgebenden Medizin mit stabilen Nachwuchs- und Anerkennungszahlen.

Fazit zur Weiterbildung Radiologie

Die Facharztweiterbildung Radiologie:

  • dauert 5 Jahre
  • ist technisch anspruchsvoll
  • bietet vielfältige Spezialisierungsmöglichkeiten
  • eröffnet attraktive Karriere- und Einkommensperspektiven

Radiologie verbindet klinische Medizin mit moderner Hochtechnologie und zählt zu den innovationsstärksten Fachrichtungen im Gesundheitssystem.

Bildquelle: iStock.com/FatCamera