Radiologie Gehalt 2026
Was verdienen RadiologInnen in Klinik und Praxis?RadiologInnen verdienen 2026 durchschnittlich 90.000 € bis 130.000 € brutto jährlich. AssistenzärztInnen starten bei rund 5.700 € monatlich, OberärztInnen liegen deutlich darüber. Alle aktuellen Tarifwerte, Durchschnittsgehälter und Unterschiede zwischen Klinik und Praxis im Überblick.
Gehalt als Radiologe oder Radiologin (Stand 2026)
Das Gehalt von RadiologInnen hängt von Position, Arbeitgeber, Tarifbindung und Berufserfahrung ab. In tarifgebundenen Kliniken richtet sich die Vergütung nach dem TV-Ärzte VKA (kommunale Krankenhäuser) oder dem TV-Ärzte TdL (Universitätskliniken). RadiologInnen verdienen dort grundsätzlich nicht mehr oder weniger als KollegInnen anderer Fachrichtungen in derselben Entgeltgruppe.
Assistenzarzt / Assistenzärztin Radiologie
TV-Ärzte VKA (kommunale Krankenhäuser) – gültig ab 01.06.2026
- 1. Jahr: 5.722 €
- Endstufe: 7.355 €
(monatliches Grundgehalt)
TV-Ärzte TdL (Universitätskliniken) – gültig ab 01.01.2026
- 1. Jahr: 5.626 €
- Endstufe: 7.222 €
(monatliches Grundgehalt)
Facharzt / Fachärztin für Radiologie: Nach abgeschlossener Facharztausbildung erfolgt die Eingruppierung in die Facharzt-Stufe (Ä2).
TV-Ärzte VKA – ab 01.06.2026
- Einstiegsstufe: 7.552 €
- Höchststufe: 9.698 €
(monatlich brutto)
TV-Ärzte TdL – ab 01.01.2026
- Einstiegsstufe: 7.426 €
- Höchststufe: 9.302 €
(monatlich brutto)
Oberarzt / Oberärztin Radiologie: Mit Leitungsverantwortung oder fachlicher Spezialisierung (z. B. Interventionelle Radiologie) steigt das Gehalt deutlich.
TV-Ärzte VKA – ab 01.06.2026
- 9.459 € bis 10.810 € monatlich
- 9.302 € bis 10.942 € monatlich
TV-Ärzte TdL – ab 01.01.2026
LeitendeR Oberarzt / Oberärztin: Je nach Tarif und Klinikgröße:
bis rund 12.347 € monatlich (TV-Ärzte TdL, höchste Stufe). Außertarifliche Vereinbarungen sind in dieser Position nicht unüblich.
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Durchschnittsgehalt Radiologie 2026
Unabhängige Gehaltsanalysen zeigen:
- FachärztInnen für Radiologie verdienen durchschnittlich zwischen 90.000 € und 130.000 € brutto pro Jahr.
- In leitenden Positionen oder spezialisierten Zentren sind 150.000 € bis 200.000 € jährlich möglich.
- Niedergelassene RadiologInnen können – abhängig von Praxisgröße und Abrechnungsvolumen – darüber liegen.
RadiologInnen gehören 2026 zu den gut vergüteten Fachrichtungen im Krankenhausbereich. Bereits als Facharzt oder Fachärztin liegt das tarifliche Grundgehalt deutlich über 7.500 € monatlich. Mit zunehmender Verantwortung und Spezialisierung steigt das Einkommen weiter.
Was beeinflusst das Radiologie-Gehalt?
- Berufserfahrung
- Tarifbindung oder außertariflicher Vertrag
- Kliniktyp (Universitätsklinikum, kommunales Haus, private Klinik)
- Region
- Spezialisierung (z. B. interventionelle Radiologie)
- Dienstanteil und Zuschläge
Bereitschaftsdienste, Nacht- und Wochenendzuschläge können das reale Einkommen deutlich erhöhen.
Gehalt als Radiologe oder Radiologin mit eigener Praxis (Stand 2026)
Für viele RadiologInnen ist die Niederlassung eine attraktive Alternative zur Anstellung im Krankenhaus. Radiologische Praxen zählen seit Jahren zu den wirtschaftlich stärksten Fachgruppen im ambulanten Bereich.
Wie hoch ist das Einkommen in eigener Praxis?
Nach den aktuell verfügbaren Auswertungen (u. a. Statistisches Bundesamt und Zi-Praxis-Panel) liegt der durchschnittliche Reinertrag je radiologischer Praxis im siebenstelligen Bereich.
- Der Reinertrag pro radiologischer Praxis lag zuletzt bei rund 1,26 Millionen Euro jährlich (Destatis, 2022).
- Der durchschnittliche Reinertrag je PraxisinhaberIn in der Radiologie lag bei rund 474.000 Euro pro Jahr (GKV-/Zi-Daten, letzte verfügbare Erhebung).
- Zum Vergleich: Der durchschnittliche Reinertrag über alle Fachgruppen hinweg liegt bei rund 237.000 Euro pro Jahr.
RadiologInnen gehören damit zu den einkommensstärksten Fachgruppen im ambulanten Bereich – gemeinsam mit NuklearmedizinerInnen, StrahlentherapeutInnen und NeuroradiologInnen.
Warum sind radiologische Praxen besonders ertragsstark?
Radiologische Praxen arbeiten mit hochspezialisierten bildgebenden Verfahren wie:
- MRT
- CT
- Röntgen
- interventionelle Radiologie
Diese Leistungen sind technisch anspruchsvoll und investitionsintensiv, gleichzeitig jedoch stark nachgefragt und abrechnungsrelevant.
Welche Risiken und Herausforderungen bestehen?
Das hohe Einkommenspotenzial geht mit unternehmerischer Verantwortung einher. Selbstständige RadiologInnen:
- tragen das volle wirtschaftliche Risiko
- finanzieren teure Großgeräte (MRT, CT)
- müssen Investitionen häufig über Kredite stemmen
- verantworten Personal, Organisation und Abrechnung
- sind abhängig vom PatientInnenaufkommen und Kassenerstattungen
Die Anschaffungskosten für moderne bildgebende Geräte liegen schnell im hohen sechs- bis siebenstelligen Bereich. Hinzu kommen laufende Wartungs-, Personal- und Raumkosten.
Anders als angestellte ÄrztInnen erhalten niedergelassene RadiologInnen kein fixes monatliches Gehalt. Das tatsächliche Einkommen ergibt sich aus dem Praxisgewinn nach Abzug aller Kosten. Darin enthalten sind auch Kosten wie Krankenversicherung, Altersvorsorge, Berufsunfähigkeitsabsicherung sowie ggfs. Praxisausfallversicherung. Diese Faktoren reduzieren das verfügbare Nettoeinkommen und sollten bei der wirtschaftlichen Planung berücksichtigt werden.
Die eigene Praxis kann finanziell sehr attraktiv sein – ist jedoch keine rein medizinische, sondern auch eine unternehmerische Entscheidung.
Verdienst als Radiologe: Fazit
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Radiologen-Gehalt stark von der beruflichen Position und dem Arbeitsumfeld abhängt. Während die tariflichen Gehälter in öffentlichen Einrichtungen einen stabilen und sicheren Karriereweg bieten, ermöglichen außertarifliche Vereinbarungen und die Selbstständigkeit potenziell höhere Einkommen. Allerdings sind mit der Selbstständigkeit auch erhebliche finanzielle Risiken verbunden, die sorgfältig abgewogen werden müssen. Unabhängig vom gewählten Karriereweg bleibt die Radiologie ein Fachgebiet mit attraktiven Verdienstmöglichkeiten und vielfältigen beruflichen Perspektiven.

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