Gehalt in der Orthopädie und Unfallchirurgie (2026)

Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie

Das Gehalt in der Orthopädie und Unfallchirurgie unterscheidet sich stark nach Position, Erfahrung und Arbeitgeber. Für AssistenzärztInnen, FachärztInnen und OberärztInnen liegen die Bruttogehälter im Krankenhausbetrieb entsprechend der aktuellen Tarifverträge sowie branchenspezifischen Daten im breiten, belegten Bereich.

Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie: Gehalt nach Position

AssistenzärztInnen

AssistenzärztInnen im Krankenhaus starten oft mit einem vergleichsweise moderaten Einkommen. Als Richtwert liegt das durchschnittliche Einstiegsgehalt eines Assistenzarztes bei ca. 72.530 € brutto jährlich, entsprechend etwa 6.040 € pro Monat (TV-Ärzte-Tarife, 2026) .

FachärztInnen

Für FachärztInnen in der Orthopädie und Unfallchirurgie werden in Deutschland durchschnittliche Jahresgehälter zwischen ca. 87.000 € und 112.000 € brutto angegeben. Diese Spanne deckt unterschiedliche Erfahrungsniveaus ab und ist belegbar durch Branchenstatistiken und Fachportale .

Ein externes Gehaltsportal nennt ein durchschnittliches Jahresgehalt von etwa 105.000 € brutto für Orthopädie-FachärztInnen im Jahr 2026 (Basis Median) .

OberärztInnen

OberärztInnen liegen in der Regel über dem Facharztniveau. Tariftabellen für 2026 zeigen, dass OberärztInnen im Krankenhaussektor monatlich meist im Bereich ab ca. 8.800 € und höher liegen; dies entspricht brutto über 105.000 € jährlich.

Chefarzt-Ebene

Auf der Leitungsebene liegen die Gehälter deutlich darüber und sind oft frei verhandelt. Laut aktuellen Vergütungsreports zählt die Orthopädie zu den Fachabteilungen mit überdurchschnittlich hohem Chefarzt-Jahresgehalt (Median rund 313.000 € brutto jährlich).

Einflussfaktoren auf das Gehalt

Das tatsächliche Einkommen hängt erheblich vom Arbeitgeber, der Tarifbindung, der Region und der Berufserfahrung ab:

  • Tarifbindung: In tarifgebundenen Häusern (z. B. TV-Ärzte VKA oder TdL) sind Mindestgehälter gewährleistet; außertarifliche Verträge können darüber liegen .
  • Region: Gehälter in Ballungsräumen sind häufig höher; lokale Unterschiede zeigen sich bundesweit.
  • Erfahrung: Mit zunehmender Erfahrung wächst das Gehalt typischerweise, insbesondere bei Übernahme von Leitungsverantwortung

Viele Fachärzte wechseln mit der Zeit in den Bereich der orthopädischen Arbeit hinein, der weniger auf operative Eingriffe ausgelegt ist. Im stationären Bereich arbeiten nur geringfügig mehr Fachärzte Orthopädie und Unfallchirurgie als im ambulanten Bereich. Möglicherweise liegt das an regelmäßigeren Arbeitszeiten, also der geringeren Arbeitsbelastung aufgrund des Wegfalls von Schichtdiensten und Wochenendarbeit.

Gehalt als niedergelassener Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie

Die Niederlassung in eigener Praxis ist für FachärztInnen für Orthopädie und Unfallchirurgie ein etablierter Karriereweg. Das Einkommen unterscheidet sich deutlich vom tariflichen Klinikgehalt, da es vom Praxisumsatz und den Kostenstrukturen abhängt.

Reinertrag und Kostenstruktur

Nach den aktuell verfügbaren Auswertungen des Statistischen Bundesamtes (Kostenstrukturstatistik Arztpraxen, Veröffentlichung 2023 auf Basis 2021/2022-Daten) lag der durchschnittliche Reinertrag je PraxisinhaberIn in der Fachgruppe Orthopädie bei rund 214.000 Euro pro Jahr. Zum Vergleich: Der durchschnittliche Reinertrag über alle Fachgruppen hinweg lag bei rund 237.000 Euro pro Jahr.
Quelle: Destatis, Kostenstruktur bei Arztpraxen (neueste verfügbare Veröffentlichung ab 2022).

Personalkosten

Die Personalkosten machen in orthopädischen Praxen im Durchschnitt rund 25–30 Prozent der Gesamtkosten aus.
Quelle: Destatis, Kostenstrukturstatistik Arztpraxen.

Diese Werte beziehen sich auf Durchschnittspraxen. Einzelpraxen, Gemeinschaftspraxen oder MVZ können deutlich abweichende Strukturen aufweisen.

Einflussfaktoren auf das Einkommen

Das Einkommen niedergelassener OrthopädInnen hängt stark ab von:

  • Praxisstandort
  • PatientInnenstruktur
  • Kassenzulassung als Vertragsarzt
  • privatärztlichem Anteil
  • Kooperationen (Gemeinschaftspraxis, MVZ)
  • zusätzlichen Leistungen im zweiten Gesundheitsmarkt

Um mit gesetzlichen Krankenkassen abrechnen zu dürfen, ist eine Zulassung als Vertragsärztin oder Vertragsarzt erforderlich.

FAQ Gehalt Orthopädie und Unfallchirurgie

AssistenzärztInnen verdienen im Krankenhaus gemäß aktueller Tarifverträge (TV-Ärzte VKA/TdL, Stand 2026) im ersten Berufsjahr rund 5.600–5.700 Euro brutto pro Monat. Das entspricht etwa 67.000–69.000 Euro jährlich ohne Zuschläge.
Quelle: TV-Ärzte VKA und TdL, Entgelttabellen 2026.

Das tarifliche Grundgehalt für FachärztInnen liegt 2026 zwischen etwa 7.400 und 9.700 Euro brutto pro Monat – abhängig von Stufe und Tarifvertrag. Das entspricht rund 90.000 bis 116.000 Euro jährlich ohne Zulagen.
Quelle: TV-Ärzte VKA und TdL 2026.

Der durchschnittliche Reinertrag niedergelassener OrthopädInnen liegt laut Kostenstrukturstatistik des Statistischen Bundesamtes bei rund 214.000 Euro pro PraxisinhaberIn jährlich (neueste veröffentlichte Daten ab 2022). Der Reinertrag ist jedoch kein Nettogehalt, da persönliche Vorsorge und Steuern noch abgezogen werden müssen.
Quelle: Destatis, Kostenstruktur bei Arztpraxen.

Innerhalb der chirurgischen Disziplinen liegt das Gehalt im oberen Bereich der tariflichen Skala. Auf Chefarzt-Ebene werden laut aktuellen Vergütungsreports Medianwerte von über 300.000 Euro jährlich genannt.
Quelle: Praktischarzt Vergütungsreport 2025/2026.

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