Gehalt Medizinisch-technischer Assistent Funktionsdiagnostik
Im Vergleich zu anderen Berufen des Gesundheitswesens verdienen Medizinisch-technische Assistenten für Funktionsdiagnostik gut. Unterschiede gibt es jedoch zwischen tarifgebundenen Arbeitgebern und solchen, die nicht an Tarifverträge gebunden sind. Weitere Informationen bietet der folgende Text.
Kurzüberblick
Das Gehalt von Medizinisch-technischen Assistentinnen und Assistenten für Funktionsdiagnostik (MTAF/MTF) hängt stark von Tarifbindung, Arbeitgeber und Berufserfahrung ab. Tarifgebundene MTAF werden meist nach TVöD-P (Pflege, Entgeltgruppe P7) oder nach dem allgemeinen TVöD-VKA (Entgeltgruppen E7 bis E9a) bezahlt. Nach aktuellem Tarifstand (Mai 2026) liegt das Einstiegsgehalt je nach Eingruppierung zwischen rund 3.187 € und 3.295 € brutto im Monat, erfahrene MTAF in höherer Eingruppierung (E9a) können bis knapp 5.000 € erreichen. Nicht-tarifgebundene Arbeitgeber zahlen häufig weniger.
MTAF-Gehalt in tarifgebundenen Einrichtungen
Oft werden Medizinisch-technische Assistenten für Funktionsdiagnostik (MTAF) nach den Tarifen des öffentlichen Dienstes entlohnt. In kommunalen Krankenhäusern gelten in aller Regel der TVöD-VKA oder der TV-L. Die Einstufung in eine bestimmte Entgeltgruppe der Tarifverträge hängt vom Arbeitgeber ab. Im TVöD Pflege werden MTA Funktionsdienst mit abgeschlossener Ausbildung mindestens in P7 eingestuft. Das bedeutet, dass ihr Einstiegsgehalt bei mindestens 3.187 Euro pro Monat liegt (brutto).
Je nach Aufgabengebiet und vor allem je nach Schwierigkeit der Aufgaben kann ein MTAF oder eine MTAF auch in die Entgeltgruppe P8 einsortiert werden. Damit steigt das Einstiegsgehalt des MTAF auf 3.701 Euro pro Monat. Nach mehreren Jahren Berufserfahrung klettert das Einkommen auf bis zu 4.489 Euro pro Monat (brutto).
Wird der oder die MTAF nach dem Tarifvertrag VKA für Kommunen bezahlt, gilt in der Regel ebenfalls die Eingruppierung in E7 mit einem Einstiegsgehalt von 3.295 Euro pro Monat. Bei einer Einstufung in die Entgeltgruppe E8 liegt das Gehalt eines MTAF bei 3.486 Euro pro Monat. Bei einem hohen Anteil an schwierigen Aufgaben kann eine MTAF oder ein MTAF auch in die Stufe E9a kommen. Dann verdient er oder sie pro Monat 3.659 Euro. Das Gehalt steigt mit der Zeit auf bis zu 4.980 Euro.
Mit wachsender Berufserfahrung steigt das Einkommen Medizinisch-technischer AssistentInnen für Funktionsdiagnostik. Auch eine Weiterbildung oder ein Studium erhöhen die Chancen auf ein höheres Gehalt. Wer eine Aufstiegsweiterbildung zum Fachassistenten bzw. zur Fachassistentin absolviert, kann seinen Verdienst deutlich verbessern. Der öffentliche Dienst belohnt das Engagement bestenfalls mit einer Hochstufung in die Entgeltgruppe 9a. Damit steigt das Einkommen bereits in der Stufe 1 auf rund 3.659 Euro.
Durchschnittliches Einkommen eines/einer MTAF
Nach Angaben des Entgeltatlas der Agentur für Arbeit verdient eine MTAF oder ein MTAF pro Monat rund 4.265 Euro. Dieser Wert ist ein Median-Wert: Das bedeutet, die eine Hälfte der MTAF verdient mehr, die andere Hälfte weniger als dieser Betrag – er ist also nicht mit einem rechnerischen Mittelwert aus dem niedrigsten und höchsten Einkommen zu verwechseln. 50 Prozent aller in Deutschland arbeitenden MTAF verdienen pro Monat zwischen rund 3.607 Euro und 4.970 Euro. Jeweils 25 Prozent verdienen mehr bzw. weniger.
Hohe Wertschätzung und hohes Gehalt
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FAQ
Je nach Einrichtung erfolgt die Eingruppierung entweder in TVöD-P7 (Pflegetarif, Einstieg ca. 3.187 € brutto/Monat) oder im allgemeinen TVöD-VKA in E7 bis E9a (Einstieg ca. 3.295 € bis 3.659 € brutto/Monat, je nach Schwierigkeit der Aufgaben).
Der Entgeltatlas weist ein Median-Gehalt im Bereich von rund 4.000 € brutto im Monat aus. Die genaue aktuelle Zahl sollte direkt im Entgeltatlas geprüft werden, da sie jährlich aktualisiert wird.
Tarifgebundene Arbeitgeber (öffentlicher Dienst, viele kirchliche Träger) zahlen nach festen Entgeltgruppen mit automatischem Stufenaufstieg. Nicht tarifgebundene, meist private Einrichtungen legen ihre Gehälter selbst fest — hier fällt die Bezahlung häufig niedriger aus.
Durch Berufserfahrung (automatischer Stufenaufstieg im Tarif), durch eine Aufstiegsweiterbildung zur Fachassistenz oder durch Höhergruppierung bei zunehmend anspruchsvollen Aufgaben (z. B. von E7/E8 in E9a).
Das kommt auf den konkreten Tarif an. Bei der Diakonie (AVR, EG 7) liegen die Gehälter mit ca. 3.761 € bis 4.413 € brutto/Monat tendenziell im oberen Bereich der vergleichbaren TVöD-Einstufungen.
Bildquelle: iStock.com/Zinkevych
Stand: August 2026



