Gehalt in der Kinder- und Jugendpsychiatrie & Psychotherapie 2026

Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie

Wie viel verdienen FachärztInnen für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie im Jahr 2026? Das Gehalt hängt von Position, Tarifvertrag, Berufserfahrung und Einsatzform ab – von der Festanstellung in Klinik oder MVZ bis zur ärztlichen Zeitarbeit als Honorararzt bzw. Honorarärztin.

Kinder- und Jugendpsychiatrie: Das verdient man 2026

Das Gehalt in der Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie hängt stark von Position, Tarifbindung, Region und Berufserfahrung ab. In öffentlichen Einrichtungen wie Krankenhäusern oder Kliniken richtet sich das Einkommen nach dem jeweils gültigen Tarifvertrag (z. B. TV-Ärzte VKA oder TV-Ärzte TdL). Diese unterscheiden sich je nach Bundesland und Träger.

Neben der tariflichen Vergütung spielen auch Bereitschaftsdienste, Nacht- und Wochenendzuschläge sowie Leitungsfunktionen eine Rolle. In privatwirtschaftlichen Einrichtungen oder bei außertariflichen Verträgen sind individuelle Gehaltsvereinbarungen möglich, die über dem Tarifniveau liegen können.

Gehalt in der Festanstellung 2026 (brutto jährlich)

Auf Basis der aktuellen Tarifentwicklung ergeben sich folgende Gehaltsspannen:

  • Assistenzarzt / Assistenzärztin: ca. 66.000 € – 85.000 €
  • Facharzt / Fachärztin: ca. 95.000 € – 120.000 €
  • Oberarzt / Oberärztin: ca. 120.000 € – 155.000 €
  • Leitender Oberarzt / Leitende Oberärztin / stellv. ChefärztIn: ca. 150.000 € – 190.000 €

ChefärztInnen werden in der Regel außertariflich vergütet. Hier sind individuelle Verträge üblich, die – abhängig von Klinikgröße und Verantwortungsbereich – deutlich höhere Einkommen ermöglichen.

Einflussfaktoren auf das Gehalt

Das Einkommen in der Kinder- und Jugendpsychiatrie wird beeinflusst durch:

  • Tarifvertrag oder Hausvertrag
  • Bundesland und Versorgungsstufe
  • Berufserfahrung
  • Zusatzqualifikationen
  • Dienstbelastung
  • Selbstständigkeit vs. Festanstellung vs. Honorararbeit

Vertretungseinsätze und weitere Karriereoptionen 2026

In der ärztlichen Zeitarbeit erfolgt die Vergütung in der Kinder- und Jugendpsychiatrie in der Regel auf Stundenbasis. 2026 liegen übliche Stundensätze bei 95 € bis 110 € pro Stunde, abhängig von Qualifikation, Einsatzort und Dringlichkeit.

Honorarärztliche Einsätze entstehen häufig bei:

  • Personalmangel in Akutstationen
  • Elternzeit- oder Krankheitsvertretungen
  • Aufbau neuer Behandlungsangebote
  • Übergangsphasen oder Umstrukturierungen in Kliniken

Solche temporären Tätigkeiten ermöglichen flexible Arbeitsmodelle und planbare Einsatzzeiträume. Vermittlungsplattformen wie doctari bringen qualifizierte FachärztInnen bundesweit mit Kliniken und Einrichtungen zusammen.

Neben der klassischen klinischen Tätigkeit bestehen weitere berufliche Optionen, die das Einkommen ergänzen oder neue Karrierewege eröffnen können. Dazu zählen:

  • Gutachterliche Tätigkeiten
  • Pädagogische oder beratende Funktionen
  • Wissenschaft und universitäre Lehre
  • Medizinische Fachverlage und redaktionelle Arbeit
  • Projektarbeit im Gesundheitswesen

Diese alternativen Tätigkeitsfelder bieten insbesondere FachärztInnen mit Spezialisierungen zusätzliche Entwicklungsmöglichkeiten – sowohl finanziell als auch inhaltlich.

Die Kinder- und Jugendpsychiatrie zählt 2026 zu den medizinischen Fachrichtungen mit stabiler Nachfrage. Das Gehalt reicht – je nach Position und Arbeitsmodell – von tariflich geregelten Einkommen bis hin zu außertariflichen Leitungsvergütungen oder unternehmerischen Praxiserträgen. Flexible Arbeitsmodelle wie Zeitarbeit können zusätzliche Einkommensoptionen und planbare Arbeitszeiten bieten.

Niederlassung als Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie

Niedergelassene FachärztInnen rechnen ihre Leistungen über die gesetzlichen Krankenkassen (GKV) sowie privatärztlich über die GOÄ ab. Frühere Erhebungen (z. B. aus 2015) zeigten durchschnittliche Reinerträge um 180.000 € jährlich. Aufgrund steigender Honorare und Kostenentwicklungen liegt der durchschnittliche Jahresüberschuss in gut ausgelasteten Praxen 2026 häufig höher – variiert jedoch stark je nach:

  • Region
  • Praxisgröße
  • Kassensitz
  • Personal- und Mietkosten
  • Spezialisierung (z. B. Traumatherapie, ADHS, Autismus)

Wichtig: Vom Reinertrag müssen Betriebskosten, Investitionen, Altersvorsorge und Krankenversicherung abgezogen werden. Das tatsächliche verfügbare Einkommen liegt daher unter dem Praxisüberschuss.

FAQ Gehalt Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie

Das Gehalt von FachärztInnen für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie hängt von Einsatzort (Krankenhaus, Praxis, MVZ), Bundesland und Beschäftigungsmodell ab. In der Regel liegen die tariflichen Bruttogrundgehälter im stationären Bereich im mittleren bis oberen ÄrztInnenspektrum. Zusätzlich können Zuschläge, Bereitschaftsdienste oder variable Sonderzahlungen hinzukommen. In der ambulanten Versorgung variieren Einkommen stärker und sind abhängig von Abrechnungsvolumen und Praxisstruktur.

FachärztInnen für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie zählen zu den besonders gesuchten medizinischen SpezialistInnen in Deutschland. Aufgrund steigender Prävalenz psychischer Störungen bei Kindern und Jugendlichen bestehen vielerorts Engpässe in der Versorgung. Dies führt zu einer hohen Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt – sowohl für stationäre Positionen in Kliniken als auch für ambulante Tätigkeiten in Praxen oder Versorgungszentren.

Neben dem Grundgehalt bieten viele Arbeitgeber zusätzliche Leistungen wie betriebliche Altersversorgung, Fortbildungszuschüsse, Zuschläge für Dienste sowie flexible Arbeitszeitmodelle. Die Arbeitsbedingungen sind geprägt von interdisziplinärer Teamarbeit, Supervision und enger Kooperation mit anderen Berufsgruppen. Je nach Einsatzort können auch Teilzeitmodelle oder projektbezogene Arbeitsverträge möglich sein.

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