Helfer bei Herzproblemen Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie

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Der Titel als Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie weist den Träger als Spezialisten für medizinische „Herzensangelegenheiten“ aus. Damit erfüllen die Ärzte einen verantwortungsvollen Beruf, der in Zukunft auch mit Blick auf eine immer älter werdende Gesellschaft noch wichtiger wird. Nachfolgend gibt es alle Information zu den Aufgaben, der Weiterbildung und dem Einkommen dieser Facharztgruppe.

Inhaltsverzeichnis

Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie: Aufgabengebiete und Arbeitsbereiche

Fachärztinnen und Fachärzte für Innere Medizin und Kardiologie sind auf Herzerkrankungen spezialisiert. Die Grundsteine für dieses Gebiet wurden bereits in der Antike gelegt und erfahren in der Moderne einen enormen Bedeutungszuwachs. Vor allem die Innere Medizin verzeichnet als Fachgebiet ein nahezu grenzenloses Spektrum an Krankheitsbildern, Diagnosen und Therapien. Wie der Name schon sagt, umfasst es alle inneren Organe und Organsysteme, dazu gehören Lunge, Verdauungsorgane, Nieren, Blut und blutbildende Organe, Gefäßsystem und noch vieles weitere.

Eines davon und das vielleicht wichtigste: das menschliche Herz. Mit dem Titel als Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie ist das Herzkreislaufsystem das Spezialgebiet innerhalb der Inneren Medizin. Das altgriechische Wort „kardia“ bedeutet zu Deutsch „Herz“. Bei der Kardiologie handelt es sich somit um die Lehre vom Herzen. Sie beschäftigt sich mit den Strukturen und seinen Funktionen im Organismus.

Diese Wissenschaft kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Schon in der Antike entwickelten sich erste Strömungen der sogenannten „Pulslehre“. Die Menschen betrachten das Herz somit schon seit langer Zeit als besonderes Organ. Im Laufe des 20. Jahrhunderts gewann die Kardiologie stark an Bedeutung. Mit dem Einsetzen der Industrialisierung und der Schaffung von Sozialsystemen stieg die Lebenserwartung der Menschen. Mit zunehmendem Alter steigt aber auch der Einfluss von Herzkreislauferkrankungen. In den westlichen Ländern sind sie der Grund für die zehn häufigsten Todesfälle.

Damit steigt auch der Bedarf an Kardiologinnen und Kardiologen. Die Fachärzte verfügen über hervorragende Berufsaussichten, die aufgrund des demographischen Wandels weiter zunehmen werden. Neben der ärztlichen Tätigkeit bietet die Kardiologie weitere, zum Teil sehr unterschiedliche berufliche Perspektiven. Zum Beispiel in der Zusammenarbeit mit Spezialisten in der Forschung und Medizintechnik. Der Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie ist somit nicht nur unverzichtbar, sondern auch sehr vielschichtig.

Wo arbeiten Fachärzte für Innere Medizin und Kardiologie?

Der Fachärztin bzw. dem Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie stehen die klassischen ärztlichen Karrierewege offen. Dazu zählt die mögliche Tätigkeit an verschiedenen Einrichtungen, wie zum Beispiel:

Zudem können Kardiologinnen und Kardiologen an einem Herzzentrum arbeiten. Dabei handelt es sich um einen Zusammenschluss verschiedener Fachärzte bzw. Kliniken, die sich auf dieses Fachgebiet spezialisiert haben. Mehr als die Hälfte der berufstätigen Fachärzte im Bereich Innere Medizin und Kardiologie arbeitet im stationären Bereich, also in der Regel in einem Krankenhaus oder einer Klinik. Eine Tätigkeit im ambulanten Bereich in Anstellung oder mit eigener Niederlassung ist auch möglich, hier arbeiten fast 19 Prozent der Kardiologen. Mit einem Anteil von 31 Prozent sind Frauen in diesem Bereich unterrepräsentiert. Mehr dazu hier in der Ärztestatisik 2018 der Bundesärztekammer.

Ohne Verbesserungen hinsichtlich der Vereinbarkeit von Familie und Beruf drohen der Kardiologie Versorgungsengpässe. Denn die Gesellschaft in Deutschland wird zunehmend älter, und mit dem Alter nimmt die Gefahr von Herzkreislauferkrankungen zu. Daher können Kardiologinnen und Kardiologen in Zukunft mit guten Karriereperspektiven rechnen. Mit Hilfe von Projekten wie „Familien in der Kardiologie“ der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) soll dem begegnet werden.

Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie: Aus- und Weiterbildung

Der Begriff „Kardiologe“ ist in deutschsprachigen Ländern eine standesrechtlich geschützte Bezeichnung für Herzspezialisten. Sie darf nur von Ärztinnen und Ärzten geführt werden, die eine spezielle Weiterbildung zum Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie durchlaufen haben. Hierfür muss zuvor ein Medizinstudium absolviert und die Berechtigung zur Ausübung einer ärztlichen Tätigkeit (Approbation) erworben werden. Struktur und Inhalte der ärztlichen Weiterbildung werden in Deutschland von den jeweiligen Landesärztekammern vorgegeben, die sich nach der Musterweiterbildungsordnung der Bundesärztekammer richtet.

In sechs Jahren (72 Monaten) kann man demnach Kardiologin oder Kardiologe werden. Hiervon muss der angehende Facharzt drei Jahre (36 Monate) in seinem Schwerpunkt (Innere Medizin und Kardiologie) ableisten, davon zwei Jahre (24 Monate) in der stationären Patientenversorgung. Neben Phasen einer sechsmonatigen Tätigkeit in der Notfallaufnahme und Intensivmedizin sollen im Zuge der Weiterbildung zum Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie Kompetenzen in mindestens zwei weiteren Bereichen des Gebiets erworben werden.

Das Gehalt: Was verdient der Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie?

Was ein Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie letztlich verdient, ist von seinem individuellen Karriereweg abhängig. Im stationären Bereich gelten Tarifverträge, wenn der jeweilige Arzt in einer öffentlichen Einrichtung wie einem Krankenhaus oder einer Klinik arbeitet. Dabei können die durchschnittlichen Brutto-Jahresgehälter wie folgt variieren:

Unter den Kardiologinnen und Kardiologen ist eine ambulante Tätigkeit zwar nicht so weit verbreitet wie die Arbeit auf der Station, dennoch können eine eigene Niederlassung oder die Anstellung in einer Facharztpraxis eine interessante Karrierealternative darstellen. Durch spezielle Facharztverträge (Selektiv-Verträge) gilt eine selbstständige Tätigkeit in der ambulanten Kardiologie als vergleichsweise attraktiv. Denn diese Verträge werden mit den Gesetzlichen Krankenversicherungen geschlossen und gewährleisten eine Kalkulationssicherheit für die erbrachten Leistungen. Denn wie jeder Selbstständige unterliegen die Fachärzte dem unternehmerischen Risiko. Durchschnittlich liegt der Reinertrag einer Arztpraxis in Deutschland bei 258.000 Euro (Stand: 2015). Das Einkommen kann jedoch stark variieren und ist von den individuellen Einnahmen und Aufwendungen abhängig. Ebenso gibt es Unterschiede zwischen den Fachgebieten: In der Inneren Medizin, wozu auch der Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie gehört, liegt der durchschnittliche Reinertrag bei 282.000 Euro. Zum Gehalt niedergelassener Fachärzte gibt es hier weitere Infos.

Spezialisierungen und Fortbildungen für Fachärzte für Innere Medizin und Kardiologie

Der Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie stellt an sich bereits einen Spezialbereich innerhalb der Inneren Medizin dar. Wie alle Ärzte müssen Kardiologinnen und Kardiologen regelmäßige Fortbildungsnachweise erbringen, um weiter praktizieren zu dürfen.

Zusatzqualifikationen können an anerkannten Bildungseinrichtungen und bei Berufsverbänden wie der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie erworben werden. Bedeutende Themenbereiche können hierbei sein:

  • Spezielle Rhythmologie (Erregung und Pumpfunktion des Herzens)
  • Interventionelle Kardiologie (Eingriffe)
  • Interventionelle Therapie arterieller Gefäßerkrankungen
  • Kardiale Magnetresonanztomographie (Bildgebung in Bezug auf das Herzkreislaufsystem)
  • Herzinsuffizienz (Herzschwäche)
  • Sportkardiologie
  • Angeborene Herzfehler bei Erwachsenen

Die Weiterbildung zum Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie ist somit eine ideale Basis, um sich spannende Berufsfelder offen zu halten.

Berufsbild Facharzt Innere Medizin und Kardiologie

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