Verdienst als Herzchirurg

Das Gehalt eines Facharztes für Herzchirurgie

Fachärztinnen und Fachärzte für Herzchirurgie tragen eine große Verantwortung für die Gesundheit und das Leben ihrer Patienten. Auch wenn sie mehrere Stunden in Folge im Operationssaal stehen, müssen sie stets hochkonzentriert und präzise arbeiten. Inwieweit sich dieser hohe Anspruch im Verdienst widerspiegelt, ist hier nachzulesen.

Gehalt Herzchirurg: Bezahlung meist nach Tarif

Das Einkommen des Facharztes für Herzchirurgie richtet sich nach seiner Position und dem genauen Tätigkeitsfeld. Herzchirurginnen und Herzchirurgen in öffentlichen Krankenhäusern und Kliniken erhalten üblicherweise ein tariflich festgesetztes Gehalt. Mit leitenden Oberärzten und Chefärzten schließen die medizinischen Einrichtungen zum Teil außertarifliche Verträge ab. In diesen Fällen ist der Verdienst meist höher als der Tariflohn.

Abhängig von ihrer Entgeltgruppe und der Entwicklungsstufe können Fachärzte für Herzchirurgie in der Regel mit folgenden Einkommen rechnen (Quelle: TV-Ärzte/VKA):

  • Assistenzärzte: zwischen 55.000 und 71.000 Euro
  • Fachärzte: zwischen 72.900 und 93.000 Euro
  • Oberärzte: zwischen 91.300 und 104.400 Euro
  • Chefärzte: zwischen 107.400 und 115.100 Euro

Hinzu kommen Sondervergütungen für Tag-, Nacht-, Wochenend- und Feiertagsschichten sowie Rufbereitschaften. Ab 2021 gelten neue Tarife. Durch diese steigt die Verdienstspanne durchschnittlich auf rund 56.400 bis 117.400 Euro.

Gehalt niedergelassener Fachärzte für Herzchirurgie

Die meisten Herzchirurginnen und Herzchirurgen sind in öffentlichen oder Privatkliniken angestellt. Es besteht aber auch die Möglichkeit, sich mit einer eigenen Facharztpraxis oder Privatklinik oder als Teilhaber einer solchen niederzulassen.

Zuverlässige Daten zum Verdienst selbstständiger Fachärzte für Herzchirurgie sind kaum zu finden. Wie bei niedergelassenen Ärzten anderer Fachgebiete hängt das Einkommen auch bei dieser Berufsgruppe von der Anzahl der PatientInnen, der Struktur der Einrichtung, den anfallenden Ausgaben und verschiedenen weiteren Faktoren ab.

Die Selbstständigkeit bedeutet zudem ein unternehmerisches Risiko und ist mit einem höheren Verwaltungsaufwand verbunden. Dafür können eigenständige Ärzte ihre Arbeitszeiten, abgesehen von den obligatorischen Wochenend- und Feiertagsdiensten und der Rufbereitschaft, meist freier einteilen als Klinikärzte.

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