HNO-Arzt-Gehalt: Wie viel verdienen Ärzte in der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde

Überblick über Gehalt und Einkommen als HNO-Arzt

Das Einkommen von Hals-Nasen-Ohren-Ärzten und -Ärztinnen richtet sich nach der Art der Beschäftigung und nach der Region, in der die Mediziner tätgig sind. Und natürlich nach Berufserfahrung und der Position in der ärztlichen Hierarchie.

Kurzüberblick

HNO-ÄrztInnen verdienen im Krankenhaus als FachärztInnen etwa 6.711 bis 8.619 Euro monatlich, OberärztInnen bis zu 9.643 Euro. In eigener Praxis liegt der durchschnittliche Reinertrag bei rund 300.000 Euro jährlich (Median ca. 219.000 Euro). Das tatsächliche Einkommen hängt stark von Position, Erfahrung und Praxisstruktur ab.

Gehalt als HNO-Assistenzarzt

Die Karriere als Fachärztin oder als Facharzt für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde beginnt mit der fachärztlichen Weiterbildungszeit und somit mit der Einstufung als Assistenzarzt. Die Bezahlung und das Gehalt als Assistenzarzt oder Assistenzärztin erfolgt für angestellte Ärzte nach dem jeweils für die Einrichtung geltenden Tarifvertrag, der dann grundsätzlich alle Fachärzte gleichstellt. Unterschiede können sich aber nach Art und Anzahl der geleisteten Dienste und nach Trägereinrichtung ergeben.

Das übliche Einstiegsgehalt für einen HNO-Arzt oder eine HNO-Ärztin liegt aktuell (Stand 2024) bei etwas mehr als 5.100 Euro brutto monatlich. Im TV-Ärzte / VKA für kommunale Krankenhäuser startet das Gehalt für HNO-Assistenzärzte und -ärztinnen bei 5.085 Euro pro Monat. An Universitätskliniken verdienen HNO-Assistenzärzte anfangs 5.104 Euro pro Monat. Die Entgelttabellen enthalten jährliche Gehaltserhöhungen. Nach fünf Jahren einschlägiger Tätigkeit als HNO liegt das Gehalt am Ende der fachärztlichen Weiterbildung bei rund 6.536 Euro pro Monat an einem kommunalen Krankenhaus und bei etwa 6.552 Euro an einer Uniklinik.

Die tariflichen Gehälter von HNO-Ärzten und -Ärztinnen werden regelmäßig neu verhandelt. Aktuell gilt folgendes Einkommen für die einzelnen ärztlichen Hierarchiestufen an kommunalen Krankenhäusern:

  • Assistenzarzt: 5.085 – 6.536 Euro
  • Facharzt: 6.711 – 8.619 Euro
  • Oberarzt: 8.406 – 9.607 Euro
  • Leitender Oberarzt: 9.888 – 10.838 Euro

An einer Universitätsklinik verdienen HNO-Ärztinnen und -Ärzte laut TV Ärzte TdL folgendermaßen (Bruttogehalt pro Monat / Stand 2024):

  • Assistenzarzt: 5.104 – 6.552 Euro
  • Facharzt: 6.736 – 8.438 Euro
  • Oberarzt: 8.438 – 9.643 Euro
  • Leitender Oberarzt: 9.604 – 10.838 Euro

Gehalt als HNO-Facharzt

Nach erfolgreichem Abschluss der mehrjährigen Weiterbildung dürfen die Mediziner den Titel Fachärztin oder Facharzt für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde tragen. Zudem steigt das monatliche Gehalt mit der ärztlichen Hierarchiestufe. Los geht es mit 6.711 Euro pro Monat in einem kommunalen Krankenhaus. An einer Universitätsklinik liegt das Gehalt als Facharzt für HNO-Ärzte bei mindestens 6.736 Euro brutto pro Monat.

Genau wie bei HNO-AssistenzärztInnen steigt auch bei den FachärztInnen der Verdienst mit der beruflichen Erfahrung, gewöhnlich in jährlichen Gehaltsanpassungen. HNO-OberärztInnen mit langjähriger Berufserfahrung kommen gegen Ende ihrer Karriere in einer Universitätsklinik auf ein Monatsgehalt von bis zu rund 9.643 Euro brutto.

Die Entlohnung für leitende Positionen in Kliniken und Krankenhäusern ist nicht im Tarifvertrag geregelt. Sie ist daher vom Krankenhausträger, den eigenen Qualifikationen und nicht zuletzt auch vom persönlichen Verhandlungsgeschick abhängig. HNO-FachärztInnen in Leitungspositionen erzielen gewöhnlich ein sehr gutes Gehalt.

Gehalt als HNO-Arzt mit eigener Praxis

Die Eröffnung einer eigenen Praxis oder die Tätigkeit in einer Gemeinschaftspraxis ist für HNO-Fachärzte keine Seltenheit: Viele häufige Krankheitsbilder lassen sich gut ambulant behandeln. Der Bedarf an HNO-Fachärzten ist in der Stadt wie im ländlichen Bereich gegeben. Entsprechend gut ist gewöhnlich auch der Verdienst als HNO-Arzt, der sich mit einer eigenen Praxis erzielen lässt.

Berufseinsteiger, die eine Praxis eröffnen, müssen selbstverständlich erst die Investitionskosten einkalkulieren und auch die Kosten für den laufenden Praxisbetrieb darf man bei der Planung nicht außer Acht lassen. Nach Abzug der laufenden Kosten verbleibt Hals-Nasen-Ohren-ÄrztInnen in Deutschland ein jährlicher Reinertrag von durchschnittlich rund 300.000 Euro. Der Median liegt bei etwa 219.000 Euro pro Jahr.

Genauere Daten zur Einkommenssituation von niedergelassenen Ärzten gibt es hier.

Das Fachgebiet der Hals-Nasen-Ohrenheilkunde

Die Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde umfasst die Behandlung aller Erkrankungen aus dem Hals-Nasen-Ohren-Bereich. Dazu gehören etwa Verletzungen und Funktionsstörungen, aber auch Entzündungen. Zudem kümmern sich HNO-Ärztinnen und -Ärzte um die Hörgeräte ihrer PatientInnen, um operative Entfernung der Rachenmandeln, die Abklärung von Schwindel oder Schluckbeschwerden oder die Therapie von Tumorerkrankungen im Rachen oder am Kehlkopf.

Denn es manchmal keine organische Ursach für Probleme beim Sprechen, hören oder mit der Stimme  gibt, spielt die Psychosomat im Fachgebiet HNO eine wichtige Rolle. Ein Hals-Nasen-Ohrenarzt oder eine HNO-Ärztin sollte deshalb gute Kenntnisse der fachbezogenen psychogenen Symptomatik besitzen, um eine optimale Behandlung anbieten zu können.

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