Gesundheits­management

Alle Infos zum Verdienst eines Gesundheitsmanagers

Mit einem Studium im Bereich Gesundheitsmanagement entscheidet man sich für einen Zukunftsmarkt. Doch nur weil ein Job gefragt ist, wird man davon noch lange nicht reich. Wie viel kann man also im Gesundheitsmanagement verdienen? Der folgende Text enthält die Antwort.

Gehalt im Gesundheitsmanagement

Egal, ob berufsbegleitendes Studium oder Zusatzqualifikation: Im Gesundheitsmanagement agiert man an einer Schnittstelle. Wie viel man verdienen kann, ist stark branchen- und stellenabhängig. Betrachtet man die Zahlen rund um die Gesundheitswirtschaft, fallen zunächst die starken Wachstumsraten ins Auge.

Im Jahr 2019 betrugen sie 12 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Dabei stiegen 2017 die Gehälter nichtmedizinischer Führungskräfte zum ersten Mal stärker als die von Ärztinnen und Ärzten. Wer im Klinikmanagement tätig war, verdiente 3,9 Prozent mehr, ärztliches Personal dagegen etwa 3,2 Prozent. Allerdings verdienen gerade Chefärzte weiterhin mehr als die meisten Gesundheitsmanager im Klinikbereich.

Mit 60,6 Prozent arbeiten überwiegend Frauen in nichtmedizinischen Gesundheitsberufen. Dabei liegt die durchschnittliche Monatsvergütung bei 3.044 Euro brutto. Hier zeichnet sich ein Gehaltsgefälle ab, denn Männer verdienen im Schnitt 887 Euro mehr als Frauen in diesem Bereich. 

Berufliche Möglichkeiten mit einem Studium im Gesundheitsmanagement

Ein Studium in Gesundheitsmanagement lässt sich zwischen Gesundheitswesen und Wirtschaftswissenschaften verorten. Durch die interdisziplinäre Ausrichtung gelingt mit diesem Hintergrund der Einstieg in viele verschiedene Branchen und Tätigkeitsfelder. Im öffentlichen Dienst gelten dabei in der Regel Tarifverträge. In kleineren Praxen oder privatwirtschaftlichen Einrichtungen wird das Gehalt meistens frei verhandelt.

Als Experte eines Pflege- oder Gesundheitsberufs arbeitet man in der Regel im Dienstleistungssektor. Der Dienstleistungssektor gilt zwar traditionell als schlecht bezahlt, bietet aber verschiedene Chancen zur beruflichen Entfaltung. Viele dieser Tätigkeiten können neben einer abhängigen Beschäftigung auch selbstständig ausgeübt werden, was die Gehaltsaussichten entsprechend beeinflusst.

Selbstständigkeit im Gesundheitsmanagement

Bei der Selbstständigkeit als Gesundheitsmanagerin oder Gesundheitsmanager spielt es eine Rolle, ob man gewerblich oder freiberuflich tätig werden möchte. Dabei fällt insbesondere die jeweilige Steuerpflicht ins Gewicht.

So kann man beispielsweise als Dienstleister in der Unternehmensberatung tätig werden, die meistens gewerblich orientiert ist. Der Tagessatz eines selbstständigen Consultants liegt in etwa bei 800 und 1.800 Euro. Wie viel man als selbstständige Fachkraft mit einem Studium im Gesundheitsmanagement verdient, hängt jedoch wie überall von vielen Faktoren ab. Als Selbstständiger kommt das unternehmerische Risiko hinzu.

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Stand: Februar 2021