Pflegefachfrau Gehalt: So viel verdienen Pflegefachkräfte
Alle Infos zum Gehalt von Pflegefachfrauen und Pflegefachmännern: Einstieg, Durchschnitt, Entwicklung und Unterschiede – inkl. Einordnung der VerdienstmöglichkeitenSie werden als Helden des Alltags bezeichnet, doch spiegelt sich das auch im Gehalt wider? Pflegefachkräfte wie die Pflegefachfrau oder der Pflegefachmann werden in der Regel nach Tarif bezahlt. Doch was bedeutet das konkret? Dieser Artikel liefert einen Überblick über den Verdienst in der Pflege.
Inhaltsverzeichnis
Gehalt während der Ausbildung
Verdienst von Pflegefachfrauen oder Pflegefachmännern nach der Ausbildung
Gehalt Pflegefachfrau: Steigende Mindestlöhne in der Pflege
Einflussfaktoren auf das Gehalt als Pflegefachfrau oder Pflegefachmann
Gehalt als selbstständige/r Pflegefachfrau bzw. Pflegefachmann
Kurzüberblick
Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner verdienen in Deutschland im Median rund 4.056 Euro brutto monatlich. Das Einstiegsgehalt liegt bei etwa 3.400 Euro, während erfahrene Pflegefachkräfte über 4.100 Euro erreichen können. Das Einkommen hängt vor allem von Tarifvertrag, Berufserfahrung, Region und Arbeitsmodell ab.
Gehalt während der Ausbildung
Bereits in der Ausbildung erhalten angehende Pflegefachkräfte eine Vergütung. Diese unterscheidet sich je nach Ausbildungsjahr und Arbeitgeber.
Nach aktuellen Tarifwerten (TVAöD Pflege, Stand 2025) liegt die Ausbildungsvergütung bei:
- 1. Ausbildungsjahr: 1.415,69 €
- 2. Ausbildungsjahr: 1.477,07 €
- 3. Ausbildungsjahr: 1.578,38 €
Verdienst von Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner nach der Ausbildung
Die Pflege gilt finanziell als vergleichsweise unattraktiv – noch! Da das Thema in jüngster Zeit vermehrt in den Fokus des gesellschaftlichen Interesses gerückt ist, werden die Stimmen nach angemessener Bezahlung und steuerlichen Entlastungen lauter. Wer heute als junger Mensch eine Ausbildung in der Pflege beginnt, hat gute Chancen, dass sich die Arbeitsbedingungen in den nächsten Jahren deutlich verbessern. Beispielsweise bleibt abzuwarten, wie sich die Verzahnung zwischen ärztlicher und pflegerischer Arbeit entwickeln wird. So gilt der Arztberuf als gut bezahlter und attraktiver Job, der einige Gemeinsamkeiten mit der Pflege aufweist.
Aktuell verdienen ausgebildete Pflegefachkräfte im Median rund 4.056 Euro brutto pro Monat (laut Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas). Die typische Gehaltsspanne liegt dabei zwischen etwa 3.608 Euro und 4.552 Euro brutto monatlich (Stand 2025). Zum Einstieg in tarifgebundenen Einrichtungen (z. B. TVöD Pflege, Entgeltgruppe P7, Stufe 2) liegt das Gehalt bei rund 3.400 Euro brutto pro Monat.
Mit zunehmender Berufserfahrung steigt das Einkommen in der Regel auf etwa 3.800 bis über 4.100 Euro brutto monatlich und kann in höheren Stufen oder spezialisierten Bereichen darüber hinausgehen.
Gehaltsentwicklung im Überblick
| Karrierephase | Gehalt (brutto/Monat) |
|---|---|
| Einstieg (TVöD P7) | ca. 3.400 € |
| mit Erfahrung | ca. 3.800 – 4.100 € |
| spezialisiert / höher eingruppiert | über 4.100 € |
Gehalt Pflegefachfrau: Steigende Mindestlöhne
Wie in vielen Branchen gelten auch in der Pflege branchenspezifische Mindestlöhne. Diese unterscheiden sich je nach Qualifikation und wurden in den letzten Jahren schrittweise erhöht.
- Die Mindestlöhne gelten bundesweit und nicht mehr getrennt nach Ost und West
- Sie bilden die untere Grenze – tarifgebundene Einrichtungen zahlen häufig deutlich mehr
- Zuschläge für Nacht-, Wochenend- und Feiertagsarbeit kommen zusätzlich hinzu
Die aktuellen Mindestlöhne (Pflegemindestlohn, bundesweit gültig) entwickeln sich wie folgt:
| Zeitraum | Hilfskraft | Pflegehilfskraft | Pflegefachkraft |
|---|---|---|---|
| ab Mai 2024 | 15,50 € / h | 16,50 € / h | 19,50 € / h |
| ab Juli 2025 | 16,10 € / h | 17,35 € / h | 20,50 € / h |
Einflussfaktoren auf das Gehalt als Pflegefachfrau oder -fachmann
Mehrere Faktoren beeinflussen dein Gehalt als Pflegefachfrau:
- Berufserfahrung: Mit zunehmender Erfahrung steigt das Gehalt in der Regel.
- Arbeitsort: In manchen Bundesländern wird mehr gezahlt als in anderen.
- Tarifvertrag: Einrichtungen, die nach Tarif zahlen, bieten oft bessere Gehälter und Zusatzleistungen.
- Schichtarbeit: Nacht-, Wochenend- und Feiertagszuschläge können dein Einkommen deutlich erhöhen.
- Weiterbildungen: Spezialisierungen und Zusatzqualifikationen können deine Verdienstmöglichkeiten verbessern.
In welchen Bereichen verdienen Pflegefachkräfte am meisten?
Höhere Gehälter sind häufig möglich in:
- Intensivpflege
- Anästhesiepflege
- OP-Bereich
- spezialisierten Einrichtungen
Gehalt als selbstständige/r Pflegefachfrau bzw. Pflegefachmann
Viele wissen nicht, dass Pflegefachkräfte auch selbstständig arbeiten können. Eine freiberufliche Tätigkeit umfasst beispielsweise die Pflege, Betreuung und Beratung von pflegebedürftigen Menschen. Der Verdienst kann dabei deutlich über dem einer Festanstellung liegen. In der Praxis werden häufig Stundensätze von etwa 30 bis 60 Euro erzielt – abhängig von Qualifikation, Einsatzbereich und Region.
Allerdings gilt:
- Krankenversicherung und Altersvorsorge müssen selbst getragen werden
- Betriebsausgaben reduzieren das tatsächliche Einkommen
- Einnahmen können schwanken
Ein pauschaler Vergleich („dreifaches Gehalt“) ist daher nicht belastbar.
Eine Alternative zur Freiberuflichkeit ist die Arbeit als Vertretungskraft in der Zeitarbeit. Hier profitieren Pflegefachkräfte häufig von:
- überdurchschnittlichen Verdienstmöglichkeiten
- Zuschlägen für Nacht-, Wochenend- und Feiertagsdienste
- planbarerem Einkommen als in der Selbstständigkeit
Bei doctari lassen sich je nach Einsatz und Verfügbarkeit monatliche Einkommen von über 4.500 bis 5.500 Euro brutto erreichen.
Gehalt Pflgefachfrau Pflegefachmann
Ja, durch flexible Einsätze, überdurchschnittliche Stundenlöhne und Zuschläge können Pflegefachkräfte bei doctari häufig über Tarifniveau verdienen, ohne die Risiken der Selbstständigkeit tragen zu müssen.
Mit zunehmender Berufserfahrung, Spezialisierung oder in leitenden Positionen sind Gehälter von über 4.500 Euro brutto monatlich möglich. In flexiblen Einsatzmodellen kann das Einkommen je nach Umfang auch darüber liegen.
Zuschläge für Nacht-, Wochenend- und Feiertagsdienste können das Grundgehalt deutlich erhöhen und machen oft einen spürbaren Teil des Einkommens aus.

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