Verdienst als Anatomen

Das Gehalt eines Facharztes für Anatomie

Fachärzte und Fachärztinnen für Anatomie tragen eine hohe Verantwortung, da ihre Arbeit die Grundlage für Therapien in unterschiedlichen medizinischen Bereichen liefert. Schon kleine Fehler können die Gesundheit von Patientinnen und Patienten negativ beeinflussen. Ob sich diese Verantwortung im Gehalt widerspiegelt, ist hier nachzulesen.

Wie viel verdienen Fachärzte für Anatomie in Kliniken?

Während bei der Vergütung klinisch tätiger Ärztinnen und Ärzte üblicherweise der TV-Ärzte/VKA zum Tragen kommt, gilt für MedizinerInnen in theoretischen Fächern wie der Anatomie der Tarif für den öffentlichen Dienst. Nach diesem wird eine 42-Stunden-Woche in der Regel wie folgt vergütet:

  • Fachärzte: circa 75.000 bis 94.000 Euro,
  • Oberärzte: circa 94.000 bis 107.500 Euro,
  • Chefarzt-Vertreter: circa 110.500 bis 125.000 Euro.

Hinzu kommen gegebenenfalls Sondervergütungen für Schicht-, Nacht- und Wochenenddienste sowie für Feiertags- und Bereitschaftsdienste.

Zum Teil höhere Gehälter in Unikliniken

In Universitätskliniken kommt in der Regel ein eigener Tarifvertrag zum Tragen. Dieser sieht für Hochschulmediziner ein höheres Gehalt vor als an kommunalen Krankenhäusern, das allerdings auch mit einer höheren Regelarbeitszeit verbunden ist. Die dort angestellten Fachärzte für Anatomie teilen ihren Arbeitsalltag häufig zwischen den Bereichen Patientenversorgung, Forschung und Lehre auf.

Diese Dreiteilung bietet mehr Abwechslung und interdisziplinäre Kontakte, kostet aber einen Teil der Freizeit. Etwa 75 Prozent der Ärzte an Unikliniken arbeiten wöchentlich mehr als 48 Stunden. Rund 23 Prozent kommen sogar auf über 60 Wochenstunden. Sobald der forschende Teil für mehr als zwölf Monate überwiegt, gelten automatisch die Tarifverträge der Länder.

Einkünfte selbstständiger Anatominnen und Anatomen

Fachärzte für Anatomie können den Sprung in die berufliche Selbstständigkeit wagen und sich beispielsweise mit einem eigenen Institut niederlassen. Ebenso möglich ist der Einstieg als Teilhaberin beziehungsweise Teilhaber einer solchen Einrichtung. In diesem Fall richtet sich das Einkommen unter anderem nach dem genauen Aufgabenfeld, der Auftragslage sowie den anfallenden Ausgaben und Kosten.

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