Stationäre Aufnahme Folge 10: Internistin Dr. Patricia Eisen

"Die Pfleger sind die Helden im Krankenhaus"

Wer ist Dr. Patricia Eisen?

Dr. med. Patricia Eisen ist Fachärztin für Innere Medizin und seit mehreren Jahren in der medizinischen Zeitarbeit. Sie ist am liebsten dort, wo es besonders schnell gehen muss: in der Inneren Medizin und in der Notaufnahme. Ihre ärztliche Laufbahn führte sie nach dem Medizinstudium in Süddeutschland über Stationen im In- und Ausland in unterschiedliche Disziplinen, von Anästhesie und Intensivmedizin bis hin zu Notfall- und internistischen Fachbereichen. 

In Folge 10 der Stationären Aufnahme spricht sie darüber, was sie an der Inneren Medizin fasziniert: das detektivische Denken, die Vielfalt der Krankheitsbilder und das Arbeiten im Team unter Zeitdruck. Gleichzeitig bleibt sie reflektiert, wenn es um die Kehrseiten des Klinikalltags geht, etwa Bürokratie, Dokumentationslast und die Frage, wie man trotz hoher Taktung den Menschen hinter der Akte nicht aus dem Blick verliert. Neben der Akutmedizin interessiert sie sich auch für Prävention und sportmedizinische Themen. Sie beschreibt, warum Bewegung, Schlaf und alltagstaugliche Routinen so wichtig für die Gesundheit sind und wie ihre große Leidenschaft für das Surfen damit zusammenhängt. 

Ich habe mich noch nie gelangweilt bei der Arbeit.

Fachärztin für Innere Medizin Dr. Patricia Eisen, über Rettungsmanöver im Wasser

Patricia im Interview: Die spannendsten 3 Fragen zusammengefasst

1) Wie lief für dich der Einstieg in die Zeitarbeit und wie nimmst du das Ankommen in neuen Kliniken wahr?

„Die ersten Tage sind natürlich anstrengend, weil man das Haus und das Computersystem noch nicht kennt und oft keine richtige Einarbeitung bekommt, man muss einfach schnell funktionieren. Wenn ich schlechte Erfahrungen gemacht hätte, wäre ich wohl wieder davon abgekommen, aber es lief wirklich sehr gut. Bei meinem letzten Einsatz hat mir das Team, vor allem die Pflege, sogar einen Blumenstrauß geschenkt – und das nach nur acht Wochen. Wir haben uns super verstanden, zu einer Kollegin habe ich bis heute Kontakt. Dieses Gefühl, im Team wirklich akzeptiert zu werden, macht enorm viel aus."

2) Gibt es einen Zusammenhang zwischen deinen sportmedizinischen Weiterbildungen und deiner Leidenschaft für's Surfen?

„Ja, tatsächlich: Vor ein paar Jahren habe ich Surfing Medicine International entdeckt, die bieten in Portugal einen Advanced-Life-Support-Kurs an, mit Life-Saving-Training auf dem Board. Danach bin ich bei den SurfDocs gelandet: eine Woche, halb Surfen, halb sportmedizinische Fortbildung zu typischen Surf-Erkrankungen und mit viel praktischem Training. Seit letztem Jahr bin ich dort auch im Team dabei und decke den internistischen Part ab, unter anderem Ernährung und Laktatdiagnostik."

3) Was wünschst du dir für die Zukunft?

„Also für mich persönlich wünsche ich mir, dass ich weiterhin über doctari viele spannende Einsätze bekomme und dass ich dieses Modell so lange leben kann, bis ich irgendwann merke: Jetzt ist es Zeit für eine Veränderung. Aktuell fühlt sich das Konzept einfach richtig gut an, vor allem wegen der Flexibilität, und dafür bin ich sehr dankbar. Und dann gibt es noch einen größeren, grundsätzlichen Wunsch: Ich würde diese Zweiklassengesellschaft in der Klinik gerne abschaffen. Es nervt mich immer wieder, weil man überall sieht, wie stark das die Behandlung beeinflussen kann. Mein idealistischer Wunsch ist, dass alle Patientinnen und Patienten gleich behandelt werden, denn eine Erkrankung hängt nicht vom sozialen Status oder von der Versicherung ab."

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