Der Zeitarbeits-Podcast: Einsatzbereit #13

KI in der Medizin - Die Folge aus dem Labor

Shownotes

Diesmal wird es experimentell: Statt wie gewohnt mit Sprachnachrichten oder ExpertInnenmeinungen zu arbeiten, lassen Frieda und Elisa live im Studio ChatGPT ihre eigene Podcastfolge zum Thema KI in der Medizin schreiben "und da fangen wir wirklich von scratch auf an, also von Anfang an, und wir nehmen das dann mit euch zusammen quasi auf, was ChatGPT uns so erzählt."

Der Prompt entscheidet

Schon beim Formulieren der Anfrage wird klar, wie viel Sorgfalt ein guter Prompt braucht: Podcastname, Hosts, Zielgruppe ("medizinische KollegInnen"), gewünschter Sprachstil und sogar der Hinweis, eine Mini Mad Note mit Mehrwert einzubauen, müssen explizit mitgegeben werden. Elisas Fazit dazu: "Man muss das schon sehr differenziert reinschreiben und umfangreich." ChatGPT liefert daraufhin einen kompletten Foldertitel gleich mit: "KI in der Medizin – zwischen Hype und Alltag."

Was die KI erzählt hat

Das von ChatGPT generierte Skript zeichnet ein Bild von KI, die längst in der Praxis angekommen sei: von Bildauswertung in der Radiologie über EKG-Analysen in der Kardiologie bis zu Mustererkennung in Pathologie und Onkologie. Auch ein Ausblick auf smartphonebasierte Gesundheitsanalysen und Quantencomputer fehlte nicht.

Wichtiger Hinweis: Diese Inhalte stammen direkt aus dem von der KI erzeugten Skript und wurden von den Hosts im Nachgang ausdrücklich nicht als verifiziert eingestuft – dazu gleich mehr.

Die Reality-Check-Runde

Nach der Aufnahme des KI-Skripts kommt der eigentlich spannende Teil der Folge: die kritische Einordnung. Frieda bringt die zentrale Frage auf den Punkt: "Ob das, was da drin steht, also ob ein Funken davon auch wirklich nur der Wahrheit entspricht." Der Grund für ihre Skepsis: "Wir haben nämlich gar nicht in unserem Prompt geschrieben, dass er nur Sachen nutzen soll, die tatsächlich belegbar sind [...] Es ist ja allgemein bekannt, dass ChatGPT oder eben solche generativen Tools sich Sachen auch einfach gerne ausdenken. Und ich glaube, dass das hier der Fall ist." Elisa zieht daraus ein klares Fazit: "Also unsere Folge möchte ich jetzt mal benennen als fiktiv."

Ein ernstes Thema mittendrin: Datenschutz

Bei der von der KI vorgeschlagenen Nutzung von Tools wie ChatGPT oder DeepL Write für Arztbriefe und Patienteninformationen wird die Runde nachdenklich: "So richtig datenschutzkonform ist das, glaube ich, eher nicht." Elisa ergänzt: "Gerade Patienteninformation [ist] natürlich ganz schwierig. Das ist oberste Stufe Datenschutz, gesundheitliche personenbezogene Daten und besonders schützenswert." Ihre klare Empfehlung: bei dienstlicher wie privater Nutzung genau überlegen, welche Informationen man in solche Programme eingibt. Für allgemeine, nicht-personenbezogene Vorlagen (z. B. ein grob vorstrukturierter Patientenbrief) sei der Einsatz dagegen unproblematischer.

Ein überraschend persönlicher Moment

Frieda, die sonst die Konzepte für die Folgen entwickelt, zieht ein fast erleichtertes Fazit aus dem Experiment: "Mich persönlich freut es ein bisschen, weil ich ja normalerweise die Ideen und die Konzepte konstruiere, die wir hier für unsere Folgen nutzen, und das zeigt mir, dass meine Arbeit noch nicht so einfach ersetzbar ist, wie man sich das vielleicht manchmal schon vorstellt."

Wofür KI im Alltag wirklich taugt

Statt medizinischer Fachaussagen bringt Elisa ein Beispiel aus dem echten Alltag: die Planung eines Roadtrips mit dem Camperbus durch Südnorwegen. "Ich habe mir eine komplette Route rausschmeißen lassen, da war Bombe, [...] inklusive Zeiten, Fahrzeiten, was gibt's da für schöne Wanderungen." Ihr Fazit: "Kann man auch privat wunderbar nutzen und die ganze Recherchezeit auf ein Minimum reduzieren."

Das eigentliche Fazit der Folge

KI ist längst kein Zukunftsthema mehr, sondern arbeitet bereits an vielen Stellen im Gesundheitswesen mit. Gleichzeitig zeigt das Experiment eindrücklich, warum jede KI-generierte Information – gerade im medizinischen Kontext – aktiv gegengeprüft werden muss, bevor man sich darauf verlässt. KI kann laut Folge repetitive, zeitraubende Aufgaben abnehmen, ersetzt aber weder fachliche Kontrolle noch den persönlichen Kontakt zu PatientInnen.

Datenschutzhinweis: Wir verarbeiten die eingesendeten Sprachnachrichten und Texte ausschließlich zur Veröffentlichung im Podcast. Kontakt: podcast@doctari.de. Weitere Infos: https://www.doctari.de/datenschutzerklaerung

Bildquelle: iStock.com/Tempura