Notfallsanitäter: Theorie und Praxis in der Ausbildung

Um Notfallsanitäter zu werden, brauchen Auszubildende einige Kompetenzen. Nicht nur körperliche Stärke, sondern auch die psychische Belastbarkeit ist wichtig. In der Ausbildung lernen sie die Aufgaben im Rettungsdienst.

Ausbildung eines Notfallsanitäters: Voraussetzungen und Inhalte

Die Auszubildenden erlernen innerhalb von drei Jahren die Kompetenzen und Kenntnisse einer Notfallsanitäterin oder eines Notfallsanitäter. Für die schulische Ausbildung müssen sie bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Erforderlich sind eine gesundheitliche Eignung und ein abgeschlossener Realschulabschluss oder Hauptschullabschluss mit zwei Jahren Berufserfahrung. Dazu sollten die Anwärter für den Rettungsdienst diese Eigenschaften mitbringen:

  • körperliche Fitness
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Gefahrenbewusstsein
  • Eigeninitiative
  • Sorgfalt
  • Interesse an medizinischen Inhalten
  • psychische Belastbarkeit
  • Unempfindlichkeit angesichts von Blut oder Erbrochenem
  • Teamplayer

Weiterhin erwarten Arbeitgeber einen Führerschein der Klasse B und ein polizeiliches Führungszeugnis ohne Einträge. Zu Ausbildungsbeginn muss der Kandidat 18 Jahre alt sein. Die Ausbildung zur Rettungskraft regelt das Notfallsanitätergesetz. Orte dafür sind neben der Berufsfachschule die Lehrrettungswache und das Krankenhaus. Sie dauert drei Jahre und umfasst insgesamt 4.600 Stunden. Die angehenden Notfallsanitäter lernen Abteilungen von der Notfallabteilung bis zum OP-Bereich kennen. Die Auszubildenden erwerben den Führerschein C1 und müssen von den Kosten der Fahrerlaubnis einen Teil selbst übernehmen.

Ausbildungsvergütung eines Notfallsanitäters

Die angehenden Rettungsdienstler erhalten eine Ausbildungsvergütung. Zum Beispiel erhielten diejenigen, die nach dem Tarifvertrag für Bund und Kommunen TVAöD-BT-BBiG arbeiteten, im Zeitraum von 01.03.2019 bis 31.08.2020 folgende Vergütungen:

  • 1. Ausbildungsjahr 1.018,26 Euro
  • 2. Ausbildungsjahr 1.068,20 Euro
  • 3. Ausbildungsjahr 1.114,02 Euro

Nach den im Oktober 2020 abgeschlossenen Tarifverhandlungen sind für Auszubildende mindestens 25 Euro mehr vorgesehen. Tagesschau 25.10.2020 

Die Höhe des Azubi-Gehalts hängt auch vom Ausbildungsträger und dem Bundesland ab. Die Ausbildung schließt mit einer staatlichen Prüfung ab.

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Da sich Tarifsituation und Vergütungspraxis regelmäßig verändern und stark vom Einzelfall abhängen, sind alle Angaben ohne Gewähr.