Arzt auf Abruf mit 77

Erschienen in der Süddeutschen Zeitung am 15. Juli 2026

Die wichtigsten Fragen zu den „Silver Doctors“

"Silver Doctors" sind Ärztinnen und Ärzte im Ruhestand, die als „stille Reserve“ das Gesundheitssystem bei Engpässen entlasten, indem sie unbesetzte Dienste übernehmen. 

Als Springer wird Dr. Schummer vor allem in ländlichen Regionen eingesetzt, um personelle Engpässe aufgrund von Krankheit oder Urlaub zu überbrücken und so die medizinische Grundversorgung für die Patienten und Patientinnen sicherzustellen.

Die Zeitarbeit ist für ihn „nicht mehr die Pflicht, sondern die Kür“. Er genießt die Flexibilität des Modells, da er seine Arbeitsbelastung selbst bestimmen kann - ohne die bürokratischen und finanziellen Verpflichtungen einer eigenen Praxis.

Der Artikel im Detail: Ein „Silver Doctor“ sichert die Praxisversorgung

Der Artikel der Süddeutschen Zeitung porträtiert den 77-jährigen Hausarzt Thomas Schummer, der auch im Ruhestand aktiv bleibt und sich über doctari sowie von der Kassenärztlichen Vereinigung als Springer in unterbesetzte Praxen in ganz Bayern vermitteln lässt. Er ist ein Paradebeispiel für doctari's sogenannte Silver Doctors. Dabei handelt es sich um erfahrene Mediziner:innen, die als „stille Reserve“ flexibel dort einspringen, wo Personalnot herrscht. Damit leistet er einen wichtigen Beitrag gegen den Ärztemangel, der besonders ländliche Gebiete betrifft.

Für Schummer selbst ist diese Tätigkeit die persönliche „Kür“ nach einem langen Berufsleben. Er schätzt die Abwechslung der Einsätze und die Dankbarkeit der Menschen, ohne die vollen Verpflichtungen einer eigenen Praxis tragen zu müssen. Gleichzeitig nutzt er seine Erfahrung, um auf strukturelle Probleme im Gesundheitssystem hinzuweisen. Er fordert bessere finanzielle Rahmenbedingungen und höhere Honorare, um den Hausarztberuf für den Nachwuchs wieder attraktiv zu machen und dem Mangel so langfristig vorzubeugen.

 

Bildquelle: KI-generiert