Was verdienen die Psychosomatiker

Facharzt Psychosomatische Medizin und Psychotherapie

Nach erfolgreichem Abschluss der Weiterbildung im Bereich der Psychosomatik können die Fachärztinnen und Fachärzte als Angestellte in Krankenhäusern, Hochschulkliniken oder Gesundheitszentren arbeiten, aber auch ihre eigene Praxis oder Privatklinik eröffnen. Das Einkommen selbstständiger Psychosomatiker und Psychotherapeuten fällt meist etwas höher aus als das ihrer angestellten Kollegen. Dafür unterliegen sie jedoch auch einem gewissen wirtschaftlichen Risiko. Im Folgenden werden die einzelnen Verdienstmöglichkeiten genauer vorgestellt.

Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie: Gehalt

Fachärztinnen und Fachärzte, die in öffentlichen Krankenhäusern oder Kliniken angestellt sind, erhalten eine Vergütung nach dem TV-Ärzte/VKA. Abhängig von ihrer Einstufung können sie mit folgenden Gehältern rechnen:

  • Assistenzärzte: circa 55.000 bis 71.000 Euro
  • Fachärzte: circa 73.000 bis 94.000 Euro
  • Oberärzte: circa 91.000 bis 104.000 Euro
  • Chefärzte: circa 107.000 bis 115.000 Euro

Ärztinnen und Ärzte in höheren Positionen erhalten häufig eine außertarifliche Bezahlung, die meist höher liegt als das tarifliche Einkommen. Hierfür ist Verhandlungsgeschick vor der Einstellung gefragt.

Ab Januar 2021 kommen neue Tarife zur Anwendung. Nach diesen steigt der Verdienst je nach Entgeltgruppe um etwa 100 bis 200 Euro pro Monat.

Privatkliniken entlohnen angestellte Fachärztinnen und Fachärzte meist in Anlehnung an die geltenden Tarifverträge.(Quelle: Tarifvertrag/ VKA)

Einkommen niedergelassener Psychosomatiker und Psychotherapeuten

Das Gehalt selbstständiger Fachärzte für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie richtet sich in hohem Maße nach der Wirtschaftlichkeit ihrer Praxis oder Privatklinik. Um ihren Reingewinn zu ermitteln, müssen sie vom Jahresumsatz die Kosten für die Miete, die Personalkosten und andere Nebenkosten abziehen.

Nach Abzug aller Unkosten bleibt ein durchschnittliches jährliches Einkommen von rund 155.000 Euro übrig. Damit liegen sie deutlich über dem Durchschnittsverdienst angestellter Psychosomatiker und Psychotherapeuten.

(Quelle: Destatis)

Besseres Einkommen durch höhere Qualifikation

Zusätzliche Qualifizierungsmaßnahmen bieten Fachärzten für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie die Gelegenheit, ihre beruflichen Perspektiven und damit auch ihre Gehaltsaussichten zu verbessern. Empfehlenswert ist zum Beispiel eine Zusatzausbildung auf dem Gebiet der Psychoanalyse. Darüber hinaus kann ein weiterführendes Masterstudium beim beruflichen Vorankommen helfen, beispielsweise in Studienfächern wie Gesundheitsmanagement oder Gesundheitsökonomie.

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Da sich Tarifsituation und Vergütungspraxis regelmäßig verändern und stark vom Einzelfall abhängen, sind alle Angaben ohne Gewähr.