Die Stimmung unter den Ärzten und Ärztinnen steigt
Die Ärzte in Deutschland blicken ein wenig optimistischer in ihre berufliche Zukunft als im vergangenen Jahr. Das zeigt das Stimmungsbarometer der Stiftung Gesundheit für das zweite Quartal 2024. Demnach klettert die Stimmung der befragten 800 Ärztinnen und Ärzte um 7,5 Punkte auf einen Wert von -25,2 Punkte. Damit wechselt der Pfeil des Stimmungsbarometers zum ersten Mal seit mehr als einem Jahr vom roten in den orangefarbenen Bereich.
Die Verbesserung betrifft alle Bereiche. Am stärksten kletterte die wirtschaftliche Stimmung der Zahnärzte nach oben (+12,8 Punkte). Bei den Fachärztinnen und Fachärzten stieg sie um 9,9 und bei den Psychologischen Psychotherapeuten um 6,2 Punkte und bei den Hausärztinnen und Hausärzten um 3 Punkte.
(Noch) Kein Grund zur Freude
Dieser Anstieg ist nach Ansicht von Professor Konrad Obermann, Forschungsleiter der Stiftung Gesundheit, jedoch noch lange kein klarer Trend und Grund für Optimismus. Obermann betont, dass die Zufriedenheit mit der gesundheitspolitischen Entwicklung weiterhin gering sei. „Möglicherweise blicken Ärzte trotz ihrer oft bekundeten Unzufriedenheit mit der allgemeinen Gesundheitspolitik nun optimistischer in die Zukunft, da positive Entwicklungen an anderen Stellen die Situation in den Praxen verbessern“, sagt Obermann.
Die wirtschaftliche Stimmung wird seit über 15 Jahren von der Stiftung Gesundheit erhoben, die repräsentative Umfrage im zweiten Quartal 2024 umfasste 844 Ärzte.
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