Wen muss ich im Fall einer Erkrankung bzw. im Verdachtsfall informieren?

Bei dem Coronavirus gilt grundsätzlich das, was bei anderen Erkrankungen gilt. Bei einer Erkrankung müssen – im Fall der Arbeitsunfähigkeit – der Arbeitgeber und der Einsatzbetrieb unverzüglich informiert werden, wobei zur Erkrankung selbst grundsätzlich keine Angaben gemacht werden müssen.

In Ausnahmefällen kann die erkrankte Arbeitnehmerin bzw. der erkrankte Arbeitnehmer jedoch verpflichtet sein, weitere Angaben zu der Erkrankung zu machen. Dies dürfte vor allem dann der Fall sein, wenn es sich um eine hochinfektiöse Erkrankung handelt, die weitere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gefährden kann. Aufgrund des hohen Ansteckungsrisikos sowie der bislang noch unabsehbaren Gesundheitsrisiken, die eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus auslösen kann, dürfte eine Pflicht bestehen, den Arbeitgeber und den Einsatzbetrieb entsprechend zu informieren. Denn nur so können Arbeitgeber und der Einsatzbetrieb ihren Fürsorgepflichten nachkommen und entsprechende Schutzmaßnahmen ergreifen. Wir empfehlen Ihnen daher, dem Arbeitgeber und dem Einsatzbetrieb eine Erkrankung schnellstmöglich mitzuteilen. Zudem sollten Sie das örtliche Gesundheitsamt informieren. Das Gesundheitsamt in Ihrer Nähe können Sie hier ermitteln.

Bei einem bloßen Verdachtsfall sollten ebenfalls der Arbeitgeber, der Einsatzbetrieb und das örtliche Gesundheitsamt informiert werden, damit entsprechende Schutzmaßnahmen ergriffen werden können.

Bitten beachten Sie, dass bestimmte Personen nach Maßgabe der speziellen Regelungen des Infektionsschutzgesetzes und der CoronaVMeldeV zu einer Meldung verpflichtet sein können.