Impfzentren für Impfung gegen Covid-19

Fragen, Informationen und Wissenswertes

Die freiwilligen Impfungen gegen Corona stellen Deutschland vor große Herausforderungen und sorgen für viele Fragen zu Ablauf und Vorgehen. Wir möchten insbesondere Ärztinnen, Ärzte und Pflegefachkräfte rund um die Corona-Impfungen informieren.

Zuletzt aktualisiert am 18.03.2021

Corona-Impfung: Eine dynamische Situation

Seit Ende Dezember 2020 können in Deutschland Menschen gegen das Corona-Virus geimpft werden. Die Impfstoffe von vier Herstellern haben inzwischen die EU-Zulassung erhalten, bisher werden in Deutschland drei Vakizine verimpft:

  • Biontech/Pfizer
  • Moderna
  • AstraZeneca
  • Johnson&Johnson (noch nicht in Deutschland verimpft)

Aktuell stehen die Impfstoffe noch nicht in ausreichender Zahl zur Verfügung. Das führt dazu, dass nicht jeder, der geimpft werden möchte, das jetzt auch schon kann. In der Impfverordnung legt das Bundesgesundheitsministerium fest, wer zuerst geimpft wird. Eine Empfehlung dafür gibt die STIKO (Ständige Impfkommission). Momentan gibt es drei Stufen der Priorisierung: höchste, erhöhte und hohe Priorität. Wer in welche Stufe fällt, wird immer wieder angepasst. Das soll sicherstellen, dass die Menschen zuerst geimpft werden, die das höchste Risiko tragen, zu erkranken oder mit einem schweren und potenziell tödlichen Verlauf rechnen müssen.

Somit bleibt es weiterhin eine gewaltige logistische Herausforderung, alle Impfwilligen auch impfen zu können.

Auch wenn bereits viele Impfzentren in Betrieb sind und gute Erfahrungen sammeln, bleiben auf Seiten der Impfzentren-Betreiber bleiben weiterhin einige Fragen offen, die es ihnen erschweren, zuverlässig planen zu können, insbesondere zu:

  • genauem Fachpersonalbedarf
  • Anzahl der Impfdosen pro Impfzentrum
  • Anzahl der Impfzentren insgesamt

Impf-Strategie ist Bundes- und Ländersache

Was die Koordination beim Aufbau der Impfzentren gegen Corona erschwert: Einige Pandemie-Maßnahmen im Zuge der flächendeckenden Impfung gegen Covid-19 und des Aufbaus von Impfzentren werden zentral durch die Bundesregierung und nationale Institutionen gesteuert. Andere hingegen werden auf Bundesland-Ebene entschieden. Umsetzen müssen die Maßnahmen die Länder und diese werden mit ständig wechselnden Vorgaben konfrontiert. Einzelheiten in Ablauf und Vorgehen können sich somit je nach Bundesland unterscheiden. Zum Teil gibt es auch Unterschiede von einem zum anderen Impfzentrum:

  • Wie kann man sich für die Corona-Impfung anmelden
  • Wie weist man die Impfberechtigung nach
  • Wie ist der konkrete Ablauf der Impfung

Wir sammeln die wichtigsten offiziellen Informationen zu Impfzentren, deren Standorte und die Impfung gegen Corona hier, damit die alle Infos gebündelt und auf einen Klick zur Verfügung stehen. Unser Fokus liegt dabei auf einer Übersicht für alle Bundesländer und zusätzlich für die 10 größten Städte in Deutschland.

Suche nach medizinischem Personal läuft auf Hochtouren

Die Impfzentren-Betreiber suchen in ganz Deutschland nach Ärztinnen, Ärzten und Pflegefachkräften, die die Impfungen vorbereiten und durchführen. doctari bringt als Personalvermittler beide Seiten zusammen.

Impfzentrum-Standorte und -Informationen der Bundesländer

Weiterhin stehen nicht alle Impfzentren-Standorte fest, denn unterschiedliche Einwohnerzahlen und der Anteil potenzieller Risikogruppen setzen individuelle Umsetzungsstrategien der Bundesländer voraus. Hier finden Sie den aktuellen Stand geplanter und bereits in der Umsetzung befindlicher Impfzentren in den Bundesländern und der zehn größten Städten in Deutschland.

Impfzentren in der Bundesländer-Übersicht

Übersichtskarte Bayerischer Rundfunk: Standorte der Corona-Impfzentren in Bayern

Bayerischen Staatministerium für Gesundheit und Pflege: Informationen zur Impfung in Bayern

Bayerischen Staatministerium für Gesundheit und Pflege: Übersicht der Teststrategie 

Informationen der Berliner Verwaltung: Standorte der Corona-Impfzentren in Berlin

Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung: Übersicht der Testzentren 

Ärztezeitung: Corona-Impfzentren in Mecklenburg-Vorpommern

Landesportal Mecklenburg-Vorpommern: Informationen zu Schnell- und Selbsttests

Regierung Mecklenburg-Vorpommern: Informationen zur Corona-Impfung

Informationen des Landes Niedersachsen: Übersicht der Impfzentren in Niedersachsen

Land Niedersachsen: Hinweise zur kostenlosen Testung auf Corona

Informationen des Landes Rheinland-Pfalz: Imfpstrategie Rlp

Rheinland-Pfalz Landesportal: Informationen zu den kostenlosen Corona-Schnelltests

Informationen des Lands Sachsen: Impfzentren Sachsen

Informationen des Lands Sachsen: Überblick über Corona-Schnelltests

Informationen Land Schleswig-Holstein: Corona-Impfzentren in Schleswig-Holstein

Informationen Land Schleswig-Holstein: Kostenlose Corona-Schnelltests

Kassenärztliche Vereinigung Thüringen: Impfstellen Thüringen 

sowie allgemeine Informationen zur Terminvergabe und Ablauf der Impfung

Antenne Thüringen:  Informationen über den kostenlosen Schnelltest

Impfzentren der größten Städte Deutschlands (ohne Stadtstaaten)

Kreisimpfzentrum: Warsteiner Music Hall Dortmund
Adresse:
Phoenixplatz 4
44263 Dortmund

Zentrales Impfzentrum: Messe Dresden

Adresse:
Messering 6 
01067 Dresden

Kreisimpfzentrum: Merkur Spiel-Arena
Adresse:
Arena-Straße 1
40474 Düsseldorf

Kreisimpfzentrum: Messe Essen
Adresse:
Messeplatz 1
45131 Essen

Zentrales Impfzentrum: Massegelände Messe Frankfurt
Adresse:
Ludwig-Erhard-Anlage 1
60327 Frankfurt am Main

Kreisimpfzentrum: Messegelände Hannover
Adresse:
Messegelände Halle 25
30521 Hannover-Mittelfeld

Kreisimpzentrum: Impfzentrum Koelnmesse
Adresse:
Messeplatz 1
50679 Köln

Zentrales Impfzentrum: Messe Leipzig

Adresse:
Messe-Alle 1 
04356 Leipzig

Kreisimpzentrum: Messe München
Adresse:
Am Messeturm
81829 München

KreisimpzentrumEhemalige Polizeikaserne Haar
Adresse:
Wasserburger Straße 45-47
85540 Haar

Zentrales Impfzentrum: Robert-Bosch-Krankenhaus
Adresse:
Auerbachstraße 110
70376 Stuttgart

Zentrales Impfzentrum: Liederhalle Stuttgart

Adresse:
Berlinerplatz 1-3
70174 Stuttgart

Informationen offizieller Stellen

Auflistung offiziell für Laien zugelassenener Antigen-Tests auf SARS-CoV-2

Fragen rund um den Bau und Betrieb der Impfzentren

In der Anfangsphase wird erwartet, dass es deutlich mehr Menschen geben wird, die sich impfen lassen möchten, als über die üblichen Prozesse in Hausarzt-Praxen oder auch Apotheken möglich sind. Zentrale Impfstationen mit ergänzenden mobilen Teams machen es zudem möglich, die Reihenfolge bei der Impfstoff-Zuteilung zu gewährleisten und den Impfstoff genau dorthin und in der Menge zu bringen, die in der Anfangsphase am sinnvollsten ist.

Dass die Zentren in großangelegten Hallen errichtet werden, ist ebenfalls kein Zufall. Diese bieten ausreichend Platz und Möglichkeiten für die Einhaltung aller Abstand- und Hygieneregeln.

Ein weiterer Aspekt ist die Lagerung des Impfstoffs. Diese hat teilweise besondere Ansprüche - so zum Beispiel eine sehr starke Kühlung. In den Impfzentren kann diese besondere Anforderung von Anfang an mitgedacht und für eine große Menge Impfstoff umgesetzt werden.

Zu einem späteren Zeitpunkt sind Impfungen in der Regelversorgung, also wie üblich beim Haus- oder Betriebsarzt, denkbar.

Stand jetzt sind laut Recherchen der Zeit bereits über 400 Impfzentren in Deutschland in Planung (Stand 13.12.2020).

Die Zentren sind unterschiedlich weit in der Planung. Einige sind quasi ab sofort einsatzbereit, andere haben sich zwar auf einen strategisch gut gelegenen Ort, aber nicht auf eine feste Location festgelegt.

Durch die verschieden starke Besiedelung der ländlichen und städtischen Gebiete wird es voraussichtlich starke Abweichungen bei der Dauer der Anreise zum nächsten Impfzentrum geben.

Zudem gibt es große Unterschiede bei den Impfkapazitäten pro Tag. Sie reichen von wenigen Hundert bis hin zu 7.000 Impfungen. Auch das geht aus der bereitgestellten Infografik der Zeit hervor. Die Zahlen werden laufend aktusalisiert und nicht alle Zenren legen sich bereits auf eine Tageskapazität fest.

Die Impfung kann zunächst nur erfolgen, wenn Sie einer der priorisierten Gruppen angehören und durch die zentral gesteuerte Terminvergabe informiert wurden. Durch diesen Prozess erfahren Sie automatisch, welches Impfzentrum für Sie zuständig ist. Laut einem Referentenentwurf über die "Verordnung zum Anspruch auf Schutzimpfung gegen das
Coronavirus SARS-CoV-2" des Bundesministeriums für Gesundheit vom 04.12.2020 die Kassenärztliche Bundesvereinigung mit der Umsetzung eines bundesweit einheitlichen Verfahrens beauftragt.

Da die Städte und Länder dazu angehalten sind im Verhältnis zur jeweiligen Bevölkerungsdichte und Einwohnerzahl ausreichend Impfkapazitäten zu schaffen, kann die Anzahl der Impfzentren je Bundesland oder auch Region stark abweichen. Dadurch ergeben sich unter Umständen längere Anfahrtswege.

Die Länder gehen unterschiedliche Wege bei der Rekrutierung von qualifiziertem Personal für den Einsatz in Impfzentren. Einfluss hat auch, wer das jeweilige Zentrum letztlich betreibt. Deutschlandweit sind Ärztinnen, Ärzte und Pflegefachkräfte aufgerufen, sich zu melden und bestehende Kapazitäten in einem Impfzentrum in ihrer Nähe einzusetzen. Teilweise soll dies hauptberuflich erfolgen, zum Teil sollen die Fachkräfte nebenberuflich im Einsatz sein. Die Arbeitszeit im Impfzentrum wird entlohnt.

In Bezug auf das notwendige medizinische Fachpersonal wird es auch auf externe Dienstleister ankommen. Hier hilft bereits das Deutsche Rote Kreuz genauso wie Personaldienstleister wie doctari tatkräftig aus. Über die Kassenärztliche Vereinigung und die Landesärztekammer werden ebenfalls Ärztinnen und Ärzte rekrutiert. In der Anfangsphase könnten auch Einheiten des Katastrophenschutzes oder die Bundeswehr zum Einsatz kommen.

Zusätzlich zum medizinischen Personal sollen im Zusammenhang mit dem Betrieb des Impfzentrums administrative Mitarbeiter eingesetzt.

Deutschlandweit wird medizinisches Fachpersonal für den Betrieb der Impfzentren gesucht. Der Prozess zur Kontaktaufnahme und Anstellung sind in jedem Impfzentrum verschieden.

Hier finden Sie weitere Informationen und mögliche Optionen für den Einsatz in einem Covid-Impfzentrum.

Corona-Impfung - wie läuft sie ab?

Laut vorläufigem Referentenentwurf zur "Verordnung zum Anspruch auf Schutzimpfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2" vom 04.12.2020 trägt Kosten für den Impfstoff der Staat. Die Bundesregierung hat laut Gesundheitsminister Jens Spahn Verträge über 300 Millionen Impfdosen von verschiedenen Vakzinen-Herstellern abgeschlossen. Somit können sich grundsätzlich alle Bürgerinnen und Bürger zu gegebener Zeit bei Bedarf gegen Covid-19 impfen lassen.

Diese werden nicht sofort alle zur Verfügung stehen. Aus diesem Grund erfolgt eine Priorisierung der zu impfenden Gruppen so lange die Knappheit der Impfkapazitäten anhält.

Sobald ausreichend Impfdosen vorrätig und Kapazitäten zur Impfung weiterer Bevölkerungsteile vorhanden sind, soll jeder einen Termin vereinbaren können.

Ja, die Impfung ist freiwillig. Sofern das entsprechende Alter oder eine nachgewiesene Risikoerkrankung vorliegt, wird derjenige in einem entsprechenden Schreiben informiert und zur Impfung eingeladen. Sofern eine Impfung gewünscht wird, erfolgt eine Terminabsprache bzw. -bestätigung.

Sobald ausreichend Impfstoff zur Verfügung steht, werden alle Teile der Bevölkerung (abgesehen von Kindern) aufgerufen, sich impfen zu lassen. Wie bei der alljährlichen Grippeimpfung soll dies ein freiwilliges Angebot der Regierung sein.

Da unmittelbar nach Zulassung eines Impfstoffs nicht ausreichend Dosen für alle Impfwilligen zur Verfügung stehen, haben Experten aus verschiedenen Institutionen eine vorläufige Reihenfolge definiert. Das Gesundheitsministerium weicht in seiner Impfverordnung vom 08.02.2021 jedoch von der ursprünglichen Empfehlung ab und unterteilt die priorisierten Impfgruppen wie folgt (Zusammenfassung):

Gruppe 1 („sehr hohe Priorität“):

  • Personen, die das 80. Lebensjahr vollendet haben
  • Menschen in Senioren- und Altenpflegeheimen (stationäre oder teilstationäre Einrichtungen sowie ambulante Wohngruppen, sowohl zu Betreuende als auch dort Tätige)
  • Personal mit besonders hohem Expositionsrisiko in medizinischen Einrichtungen
    • z. B. Rettungsdienst und NotärztInnen, Fachkräfte in Impfzentren oder mobilen Impfteams
    • Personal in medizinischen Einrichtungen mit engem Kontakt zu vulnerablen Gruppen, z. B. in der Onkologie oder zur Behandlung immunsupprimierter PatientInnen
    • andere Tätige in Senioren- und Altenpflegeheimen mit Kontakt zu den Bewohnern

Gruppe 2 („hohe Priorität“): 

  • alle Menschen, die das 70. Lebensjahr vollendet haben
  • Menschen mit einem hohen Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf:
    • Menschen mit einer Demenzerkrankung, geistigen Behinderung oder schwerer psychiatrischer Erkrankung
    • Menschen mit Trisomie 21
    • TransplantationspatientInnen
    • Menschen mit behandlungsbedürftigen Krebserkrankungen
    • Personen mit interstitiellen Lungenerkrankungen wie COPD, Mukoviszidose oder Ähnlichem
    • Menschen mit Muskeldystrophien oder vergleichbaren neuromuskulären Erkrankungen
    • Menschen mit Diabetes mellitus mit Komplikationen, mit Leberzirrhose oder einer anderen chronischen Lebererkrankung oder mit chronischer Nierenerkrankung,
    • Personen mit Adipositas (Personen mit Body-Mass-Index über 40),
    • Einzelfälle, bei denen aufgrund besonderer Umstände ein sehr hohes oder hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf besteht,
  • Bis zu zwei enge Kontaktpersonen von Pflegebedürftigen und Schwangeren
  • Personen, die in stationären Einrichtungen oder ambulant regelmäßig geistig oder psychisch behinderte Menschen betreuen, pflegen oder behandeln, Personal medizinischer Einrichtungen mit regelmäßigen, unmittelbaren Patientenkontakt, Personal der Blut- und Plasmaspendedienste und in SARS-CoV-2-Testzentren,
  • Polizei- und Ordnungskräfte, die hohem Infektionsrisiko ausgesetzt sind (wie bei Demonstrationen) SoldatInnen bei Auslandseinsätzen
  • Personen, die in Auslandsvertretungen, für das Deutsche Archäologische Institut, für deutsche politische Stiftungen oder Organisationen und Einrichtungen in den Bereichen Krisenprävention, Stabilisierung, Konfliktnachsorge, Entwicklungszusammenarbeit oder auswärtige Kultur- und Bildungspolitik oder als deutsche Staatsangehörige in internationalen Organisationen an Dienstorten mit unzureichender, medizinischer Versorgung und hohem Infektionsrisiko tätig sind
  • Personen, die in Kitas, Kindertagespflege, Grundschulen, Förderschulen oder Sonderschulen arbeiten
  • Personen, die im öffentlichen Gesundheitsdienst oder in relevanter Position zur Aufrechterhaltung der Krankenhausinfrastruktur arbeiten
  • Bewohner von Obdachlosen- oder Asylbewerberunterkünften

Gruppe 3 ("Erhöhte Priorität"):

  • Menschen, die das 60. Lebensjahr vollendet haben
  • Menschen mit einem erhöhten Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf:
    • Menschen mit behandlungsfreien in Remission befindlichen Krebserkrankungen, wenn die Remissionsdauer mehr als fünf Jahre beträgt,
    • Menschen mit Immundefizienz oder HIV-Infektion, Autoimmunerkrankungen oder rheumatologische Erkrankungen,
    • Personen mit Herzerkrankungen, einer zerebrovaskulären Erkrankungen, Apoplex oder einer anderen chronischen neurologischen Erkrankung,
    • Personen mit Asthma bronchiale, chronisch entzündlicher Darmerkrankung, mit Diabetes mellitus ohne Komplikationen,
    • Menschen mit Adipositas (Body-Mass-Index über 30),
    • Einzelfälle, bei denen aufgrund besonderer ein erhöhtes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf besteht
  • bis zu zwei enge Kontaktpersonen von einer nicht in einer Einrichtung befindlichen pflegebedürftigen Person nach den Nummern 1 und 2, die von dieser Person oder von einer sie vertretenden Person bestimmt werden
    • Mitglieder von Verfassungsorganen sind und Menschen, die in besonders relevanter Position in den Verfassungsorganen, Regierungen und Verwaltungen, Bundeswehr und Polizei, Zoll, Feuerwehr und Katastrophenschutz einschließlich des Technischen Hilfswerks oder Justiz und Rechtpflege arbeiten
  • Personen, die in besonders relevanter Position im Ausland bei den deutschen Auslandsvertretungen, für deutsche politische Stiftungen oder Organisationen und Einrichtungen mit Sitz in der Bundesrepublik Deutschland in den Bereichen Krisenprävention, Stabilisierung, Konfliktnachsorge, Entwicklungszusammenarbeit oder auswärtige Kultur- und Bildungspolitik oder als deutsche Staatsangehörige in internationalen Organisationen tätig sind,oder d) die als Wahlhelfer tätig sind,
  • Personen in besonders relevanter Position in Einrichtungen und Unternehmen der Kritischen Infrastruktur, wie:
    • Apothekenwesen und Pharmawirtschaft
    • Bestattungswesen
    • Ernährungswirtschaft
    • Wasser- und Energieversorgung
    • Abwasserentsorgung und Abfallwirtschaft
    • Transport- und Verkehrswesen sowie Informationstechnik und Telekommunikationswesen
  • Medizinisches Personal mit geringem Expositionsrisiko, wie in Laboren, und Personal, das keine Patientinnen oder Patienten betreut,
  • Personen, die im Lebensmitteleinzelhandel tätig sind,
  • Menschen, die in Kinderbetreuungseinrichtungen, in der Kindertagespflege, in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe und als Lehrkräfte arbeiten und nicht schon unter Gruppe 2 fallen

Die Reihenfolge der Impfungen ist in der Verordnung zum Anspruch auf Schutzimpfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 (Coronavirus-Impfverordnung – CoronaImpfV) festgelegt. Diese orientiert sich an der Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert-Koch-Institut (RKI), der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina und dem Deutschen Ethikrat, kann aber davon abweichen. Alle drei Institutionen haben ihre Empfehlung zur Priorisierung der Covid-19-Impfstoffe in einem Positionspapier vorgelegt und aktualisieren sie regelmäßig. Diese Empfehlung soll die Impfung in den ersten Monaten der Knappheit begleiten.

Zunächst steht der Covid-19-Impfstoff ausschließlich den definierten Risikogruppen zur Verfügung und auch diesen in entsprechender Reihenfolge. Deutschland plant einen massiven Ausbau des zur Verfügung stehenden Impfstoffs auf bis zu 300 Millionen Dosen. Jeder Bürger, der sich freiwillig impfen möchte, kann dies zu gegebener Zeit tun. Wann die Impfdosen auch ohne Priorisierung geimpft werden, steht aktuell noch nicht fest.

Seitens des Bundesministeriums für Gesundheit heißt es im Referentenentwurf für die Corona-Impfverordnung vom 04.12.2020 dazu:  

„Die Durchführung von Schutzimpfungen in Impfzentren und durch mobile Impfteams stellt besondere Anforderungen an die Organisation der Terminvergabe. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung entwickelt und betreibt daher ein standardisiertes Modul, welches den Ländern für die telefonische und digitale Terminvergabe in den Impfzentren zur Verfügung gestellt wird.

Bestandteil des Moduls ist auch die Vergabe eines Terminbestätigungs-Codes, der im Impfzentrum zusätzlich zum Nachweis der Terminbuchung genutzt werden kann. Ein Einsatz des Moduls für die Vergabe von Terminen der mobilen Impfteams ist aufgrund der hierfür erforderlichen individuellen Planung und notwendiger vorheriger Absprachen mit entsprechenden Einrichtungen (u.a. zur Anzahl der zu impfenden Personen, besondere zeitliche Anforderungen, Berücksichtigung besonderer Aufklärungs- und Einwilligungsanforderungen) nicht möglich.

Die Länder betreiben selbst oder in Kooperation mit den Kassenärztlichen Vereinigungen oder anderen geeigneten Dritten zum Zwecke der Terminvereinbarung Callcenter.“

Zudem kann die spätestens ab dem 01.01.2020 zur Verfügung stehende bundesweit einheitliche Telefonnummer der Kassenärztlichen Vereinigung auch für den Zweck der Impftermin-Vergabe und -Beratung genutzt werden.

Das Konzept der „Impfstraße“ wir medial und von Seiten der Politik bsprochen. Es soll den Prozess für die Bürgerinnen und Bürger so sicher und effizient wie möglich gestalten. 

1. Terminvergabe

Dieser Teil der Impfung findet bereits im Vorfeld statt. Jeder Bürger und jede Bürgerin erhält eine Benachrichtig zu gegebener Zeit und in Abhängigkeit von ihrer Einstufung in die jeweilige priorisierte Gruppe. Über das durch die Kassenärztliche Vereinigung bereitgestellte Modul kann der Termin digital oder via Telefon im zuständigen Impfzentrum vereinbart werden.

2. Anmeldung

Bei der Ankunft im Impfzentrum erfolgt die Überprüfung der Identität, die Daten- und Patientendokumentation.

3. Aufklärung

Es erfolgt ein Impfgespräch zur Aufklärung durch einen Arzt oder eine Ärztin über Risiken und mögliche Nebenwirkungen.

4. Eigentliche Impfung

Diese wird in Einzelkabinen durchgeführt.

5. Beobachtung

Nach erfolgter Impfung können Bürgerinnen und Bürger in einem separaten Bereich unter Aufsicht von medizinischem Fachpersonal bis zum Verlassen des Impfzentrums verbleiben.

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